Autohersteller Saab in letzter Minute gerettet

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Rettung in letzter Minute: Der Saab-Verkauf von General Motors an Spyker ist perfekt.

New York - Der schwedische Autohersteller Saab ist buchstäblich in letzter Minute gerettet. Der US- Mutterkonzern General Motors verkauft seine angeschlagene Tochter an den niederländischen Sportwagen-Hersteller Spyker.

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Überlebenschancen für Saab steigen

GM bestätigte am Dienstag in Detroit den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen, nachdem das Aus des schwedischen Autobauers schon fast besiegelt schien. Die geplante Schließung von Saab mit seinen 3400 Mitarbeitern ist damit nun vom Tisch.

Saab: Statement für Individualisten

Saab
Ursprünglich entwickelte und baute Saab Flugzeuge für die schwedische Luftwaffe. 1937 wurde das Unternehmen Svenska Aeroplan Aktie Bolaget (SAAB) gegründet. © Saab
Saab Modell
1947 stellten die Schweden ihr erstes Automobil vor. © Saab
Saab
1947 präsentierten die Schweden ein ziviles Modell. 1949 kam das erste Serienmodell vom Saab 92 auf den Markt. © Saab
Saab Automobile Schweden
2009 präsentierte der Automobilhersteller beim Genfer Autosalon den neue Saab 9-3X. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Das Modell 9-3X mit SUV-Optik hat einen flexiblen Motor für Gas, Diesel und auch Biotreibstoff. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Die Studie Salomon Saab 2009. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Sportliche Limousine von 2002. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Die Saab 900 Limousine fand vor allem in Deutschland wenig Freunde. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Saab 99 Turbo: Das Ralley-Auto stammt aus dem Jahr 1980. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Mit Tempo durch die siebziger Jahre: Mit Hilfe eines Turboladers kam der Saab 99 auf eine Spitzengeschwindigkeit von 190 Kilometer pro Stunde. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Ein echter 68er: Mit dieser Karosserie kam der Saab 99 nach einer längeren Testphase im Herbst 1968 zu den Autohändlern. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Auf dem Genfer Auto Salon 2003 das neue Saab 9-3 Cabriolet: Das Cabrio mit vier Plätzen wurde mit Motoren von 175 bis 210 PS angeboten. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Saab-Cabriolets sieht man auf den Straßen auch heute noch häufiger. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Für die Straße wie für raue Pisten gleichermaßen geeignet: Saab zeigte auf der Detroit Motor Show 2009 erstmals das Cross-Over-CoupÈ 9-3X. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Saab 9-3 Sport-Limousine Aero vom Herbst 2002. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Viel Platz - der Saab 900 ist auch als Gebrauchter ein Wagen für Individualisten. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Das Verdeck des Saab 9-3 Cabrio lässt sich auch wärend der Fahrt öffnen, wenn das Auto nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde fährt. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Langstrecken-Spezialist aus Schweden - als besonders solide gelten die jüngeren Jahrgänge des Saab 900. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Saab - Für viele Liebhaber mehr als ein Auto. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Das Design stammt von der Studie Aero X: Saab stellte 2011 die letzte Generation der 9-5 Limousine vor. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Schrägheck als Markenzeichen - damit unterschied sich der typische Saab 900 von anderen Mittelklasse-Modellen seiner Zeit. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Das schönste von allen - insbesondere das Cabrio gilt Liebhabern heute als besonders gelungene Saab-900-Variante. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
Auch als Miniaturen ein Hingucker. Saab-Miniautos. © Hersteller/Saab
Saab Automobile Schweden
1972 konnten Saab-99-Käufer unter anderem zwischen zwei- und viertüriger Version wählen. © Saab
Saab Automodelle
Saab Modell von 1953 © Saab
Saab Automobile Schweden
Saab musste Ende 2011 Insolvenz anmelden. Später übernahm das Unternehmen National Electric Vehicle Sweden, NEVS, Anlagen von Saab Automobile. © Hersteller/Saab

General Motors, Spyker und die schwedische Regierung hätten hart an einer Einigung gearbeitet, sagte GM-Planungschef John Smith. Jetzt sei die Zukunft dieser “einzigartigen und ikonischen Marke“ sichergestellt. Zu welchen Bedingungen Saab an die Niederländer übergeht, ließ er indes offen. Nach US-Medienberichten zahlt Spyker Cars für Saab rund 74 Millionen Dollar (53 Mio Euro) in bar. Nach dem Abschluss der Transaktion werde GM Vorzugsaktion im Wert von 326 Millionen Dollar an Saab halten.

In den letzten Tagen hatte sich eine Annäherung von General Motors und Spyker abgezeichnet. Allerdings war bis zuletzt unklar, ob es Spyker gelingen wird, die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Das kleine niederländische Unternehmen hatte schon einmal Ende vergangenen Jahres vergeblich versucht, genug Geld aufzutreiben. Damals war der Verkauf geplatzt.

Ein letzter Stolperstein liegt auch jetzt noch vor dem neuen Unternehmen namens “Saab Spyker Automobiles“: Saab hatte bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) um einen Kredit nachgefragt. Den will die Bank aber nur gewähren, wenn der schwedische Staat dafür bürgt. Nach US-Medienberichten geht das EIB-Darlehen in Höhe von 400 Millionen Euro über die Bühne.

Regierung in Stockholm prüft Deal noch

GM ließ aber wissen, die Regierung in Stockholm prüfe derzeit noch die Transaktion und eine gewünschte Garantie. Der Konzern rechnet aber nicht mit Problemen und sieht den Abschluss des Geschäfts bereits im kommenden Monat.

“GM hatte stets die Hoffnung, eine Lösung für Saab zu finden, die eine Abwicklung der Marke verhindert“, sagte der Europachef des Konzerns, Nick Reilly. GM werde Saab und Spyker auf ihrem weiteren Weg unterstützen. GM-Konzernchef Ed Whitacre hatte in den vergangenen Wochen Spyker kräftig unter Druck gesetzt. Er drohte mehrfach damit, Saab abzuwickeln, sollten die Niederländer ihr Angebot nicht nachbessern.

GM hatte als Bedingung für den Verkauf gemacht, dass der neue Eigentümer auch den langfristigen Betrieb sicherstellen kann. Mit dem Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der sich mit der Luxemburger Investment-Firma Genii Capital zusammengetan hatte, war am Montag ein weiterer Interessent abgesprungen.

Saab stand auf GM-Abschussliste

Whitacre drängte auf eine schnelle Lösung bei Saab, weil er GM noch in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen zurückbringen will. Die schwedische Tochter schreibt seit ihrer Zugehörigkeit zum Konzern fast durchgängig rote Zahlen. Deshalb gehört sie zu den Marken, die auf der Abschussliste standen. Die Einstellung von Pontiac und Saturn ist bereits beschlossene Sachen, die Hummer-Geländewagen hat GM nach China verkauft.

GM war im vergangenen Jahr in die Insolvenz geschlittert. Nur dank einer 50 Milliarden Dollar umfassenden Finanzspritze der US- amerikanischen und der kanadischen Regierung gelang der Neustart. Whitacre räumt nun kräftig auf. Mit einer neuen Mannschaft und neuen Modellen will er das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Er setzt unter anderem auf Elektrofahrzeuge.

dpa

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