Medienbericht: Katholische Bank investiert in Rüstung

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Atom-U-Boote stellt der Rüstungskonzern BAE Systems unter anderem her, laut einem Medienbericht engagiert sich dabei finanziell auch die Kölner Pax-Bank der Katholischen Kirche.

Köln - Die katholische Pax-Bank, die für Ethik in der Geldanlage wirbt, hat laut “Spiegel“ hohe Summen in Aktien von Rüstungs- und Tabakkonzernen sowie eines Verhütungsmittel-Herstellers angelegt.

Wie das Magazin berichtet, soll die Bank in einem Fonds gemeinsam mit der kirchlichen Liga-Bank knapp 578 000 Euro beim Rüstungsriesen BAE Systems angelegt haben. Der weltweit tätige Rüstungskonzern (London) produziert auch Atom-U-Boote, Raketensysteme und Kampfflugzeuge.

Umgerechnet knapp 159 000 Euro Euro habe Pax zudem in Wertpapiere des US-Pharma-Produzenten Wyeth gesteckt, der auch Verhütungsmittel produziert, schreibt der “Spiegel“. Eine Papst-Enzyklika lehnt die künstliche Empfängnisverhütung ab.

Zusätzlich hält die Bank dem Magazin zufolge Aktien der Tabakkonzerne British American Tobacco und Imperial Tobacco für fast 871 000 Euro.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Pax-Bank ist der Kölner Dompropst Norbert Feldhoff. Die Bank und das Erzbistum waren zunächst für Anfragen nicht erreichbar. Pax-Kunden sind der Homepage der Kölner Bank zufolge kirchliche oder kirchennahe Institutionen, Orden, Krankenhäuser, Hilfswerke, Unternehmen in katholischer Trägerschaft oder Theologiestudenten.

“Die Pax-Bank als Bank für Kirche und Caritas stellt sich seit Gründung im Jahr 1917 den spezifischen Bedürfnissen und Wünschen ihrer kirchlichen Kunden“, heißt es. Die von katholischen Priestern gegründete Liga-Bank gilt als älteste Kirchenbank Deutschlands.

dpa 

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