Mehr als Bekleidung - Ausbildung in der Textilindustrie

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Modeschneider - das ist einer von zwölf Textilberufen. Doch längst nicht alle Auszubildenden in der Branche haben mit Bekleidung zu tun. Foto: Frank Rumpenhorst

Wer in die Mode- und Textilbranche will, hat die Qual der Wahl. Zwölf Ausbildungsberufe gibt es. Darunter sind eher klassische Berufe wie der Mode- und Textilnäher. Aber wer hat schon einmal von einem Produktveredler gehört?

Berlin (dpa/tmn) - Mode- und Textilindustrie? Da geht es doch vor allem um Klamotten. So denken viele. Doch weit gefehlt. Wer sich für einen der zwölf Textil-Berufe entscheidet, hat manchmal mit ganz anderen Sachen zu tun, sagt Hartmut Spiesecke, Pressesprecher beim Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie.

Woran keiner direkt denkt: Unternehmen liefern der Branche zum Beispiel der Automobilbranche zu und fertigen Autositze. Andere sind in der Baubranche tätig und beschäftigen sich mit Dämmstoffen. Insgesamt gibt es zwölf textil- und modespezifische Berufe, die rund 2400 Jugendliche erlernen. Unter go-textile.de gibt es einen Überblick über die verschiedenen Ausbildungen.

Darunter sind etwa der Textil- und Modenäher sowie der Textil- und Modeschneider. Es gibt aber auch eher unbekannte Berufe wie den Produktveredler. Das sind Fachleute, die zum Beispiel ein Oberhemd so bearbeiten können, dass es später nicht gebügelt werden muss. "Die meisten Auszubildenden sind Männer, da es viele technische Berufe gibt", sagt Spiesecke. Dazu gehören zum Beispiel der Produktionsmechaniker Textil oder der Maschinen- und Anlagenführer.

Wer einen Ausbildungsplatz in der Mode- und Textilindustrie ergattern will, hat mit einem ordentlichen Schulabschluss gute Chancen, sagt Spiesecke. Es ist allerdings keine Branche, die bisher große Nachwuchssorgen hat. "Es bleiben nur sehr wenige Ausbildungsplätze bei Ausbildungsstart frei."

Informationen zu den Ausbildungsberufen

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