Studie: Überstunden sind an der Tagesordnung

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Jeder dritte Vollzeitbeschäftigte verbringt laut einer aktuellen Studie mehr als 45 Stunden pro Woche am Arbeitsplatz, jeder sechste mehr als 48 Stunden pro Woche. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration

Jeder dritte in Vollzeit Arbeitende verbringt 45 Stunden und mehr im Job. Das hat eine Befragung ergeben. Die psychische Belastung ist groß.

Berlin (dpa) - Pünktlich in den Feierabend - mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland schafft das laut einer Studie nicht. 60 Prozent arbeiten mehr, als in ihrem Arbeitsvertrag vereinbart ist.

33 Prozent der Vollzeitbeschäftigten verbringen wöchentlich 45 Stunden und mehr am Arbeitsplatz, 17 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten geben sogar an, über 48 Stunden pro Woche zu arbeiten. Das geht aus einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) hervor. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst über die Studie berichtet.

Zwischen den verschiedenen Branchen gibt es große Unterschiede. 59 Prozent der Fahrzeugführer etwa geben an, überlange Arbeitszeiten zu haben. Den Spitzenwert erreicht die Hotel- und Gaststättenbranche: 63 Prozent der Vollzeitbeschäftigten arbeiten länger als vereinbart. Den geringsten Anteil an Überstunden leisten der Studie zufolge die Beschäftigten in der Finanz- und Versicherungsbranche.

Wer mehr als 45 Stunden die Woche am Arbeitsplatz verbringt, steht der Studie nach oft unter Zeitdruck. 70 Prozent der Befragten, die überlang arbeiten, gaben an, sich sehr häufig gehetzt zu fühlen. Bei den Arbeitnehmern, die 35 bis 44 Stunden die Woche arbeiten, stehen 49 Prozent unter Zeitdruck.

Viele Beschäftigte arbeiteten nicht freiwillig 45 Stunden und mehr pro Woche, sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Sie erinnert an die gesetzlichen Höchstarbeitszeiten: Meist seien mehr als 8 Stunden am Tag verboten. "Wir brauchen neue Regeln, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel und selbstbestimmt gestalten können."

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