Mehr Arbeitsatmosphäre schaffen

Die Stimmung unter den Büromöbelherstellern ist gut: Die Branche verzeichnet ein Plus an Umsatz von mehr als 20 Prozent. Deutsche Hersteller punkten mit hoher Qualität, außergewöhnlichem Desing und innovativen Ideen. (Foto: König + Neurath)

Der Verband Büro-, Sitz und Objektmöbel (bso) in Wiesbaden zeigt sich mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2011 äußerst zufrieden: Umsatzzuwächse stärken die Branche. Die Verkäufe von Bürositzmöbeln legten in den ersten sechs Monaten des Jahres um 20,2 Prozent zu. Die Umsätze mit Schreibtischen, Schränken und Raumgliederungselementen stiegen um 23,8 Prozent. Inland und Export entwickelten sich mit einem Plus von 21,6 Prozent beziehungsweise 22,1 Prozent nahezu gleich stark. Trotz der derzeit schwierigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten die Branchenvertreter auch für die kommenden Monate eine starke Nachfrage nach Büromobiliar. „Die Zuwachsraten werden aber“, so die Einschätzung des bso-Vorsitzenden, Hendrik Hund, „schon aufgrund von Basiseffekten deutlich geringer ausfallen als die des ersten Halbjahres.“

Die Neugestaltung von Büroräumen liegt im Trend

Als besonders erfreulich bezeichnen die Büromöbelproduzenten das Erstarken der Nachfrage im Ausland. Dort folgten in den ersten sechs Monaten des Jahres viele Unternehmen dem Beispiel der deutschen Kunden und gestalteten ihre Arbeitsplätze neu. Doch auch im Inland ist dieser Prozess offensichtlich noch nicht abgeschlossen. In einer jüngst vom bso veröffentlichten Unternehmensbefragung zum Status quo von Büroeinrichtungen in Deutschland gaben 13 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Büroarbeitsplätze auf jeden Fall an neue Anforderungen anpassen werden. Weitere 16,4 Prozent haben noch keine konkreten Pläne, halten Veränderungen aber für grundsätzlich angezeigt. In diesen Zahlen nicht berücksichtigt ist der laufende Ersatzbedarf.

Arbeitsatmosphäre, Ambiente und auch ergonomie sind wichtige Stichworte für Unternehmen, wenn es darum geht Büroräume neuen Anforderungen anzupassen. „Arbeitsatmosphäre und Ambiente zählen für die begehrten jungen Fachkräfte zu den wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Auswahl des zukünftigen Arbeitgebers“, erläutert Hendrik Hund. Ähnliches lasse sich auch mit Blick auf die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz sagen. Zu den Neuheiten deutscher Hersteller zählen deshalb ergonomische Stühle und Tische, die gezielt dem Bewegungsmangel im Büro entgegenwirken. „So biete die neue Generation von Schreibtischen viel mehr Platz unter der Arbeitsplatte und damit mehr Freiraum für die Beine“, macht Hedrik Hund deutlich.

Einen Wachstumsmarkt sieht der Bundesverband Bürowirtschaft bei den Herstellern und Fachhändlern, die im Bereich der Kommunen, öffentlichen Unternehmen und hierbei vor allem im Erziehungs- und Seniorenbereich engagiert sind. „Sie haben bereits im laufenden Jahr teilweise einen steigenden Absatz generieren können und profitierten eindeutig vom Konjunkturpaket der Bundesregierung“, erläutert Geschäftsführer Thomas Grothkopp.

HKK

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