Mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Wiesbaden - Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist erstmals seit knapp 20 Jahren angestiegen. Ende Juni 2009 arbeiteten mit rund 4,5 Millionen Beschäftigten 0,9 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr.

Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Der leichte Anstieg sei größtenteils auf eine Zunahme der befristeten Arbeitsverhältnisse zurückzuführen. Zuvor hatte die Beschäftigtenzahl seit 1991 kontinuierlich abgenommen. Den Angaben zufolge waren rund 2,7 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes Angestellte. Das entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent.

Auch hier liegt der Grund hauptsächlich bei der gestiegenen Zahl an Zeitverträgen. Das übrige Personal, in Dauerbeschäftigung oder in Ausbildung, stieg lediglich um 0,2 Prozent. Die Zahl der Beamten und Richter betrug rund 1,7 Millionen. Dies war gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 0,1 Prozent.

Von den 4,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes waren laut Statistikamt Mitte 2009 rund die Hälfte in den Ländern und dort überwiegend im Bildungswesen tätig. Auf die Kommunen entfielen rund 30 Prozent. Weitere zwölf Prozent waren im Bund - einschließlich Bundeseisenbahnvermögen - beschäftigt und acht Prozent bei den Sozialversicherungsträgern oder der Bundesagentur für Arbeit.

dapd

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