Mehr als nur Geburtshelfer

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Breites Arbeitsfeld: Als Hebamme begleitet man Frauen vor und nach der Geburt.

Schwangeren Frauen bei der Geburt ihrer Kinder zu helfen – das ist der Job von Hebammen und Entbindungspflegern. Aber nicht nur: Sie betreuen die werdenden Mütter auch während der Schwangerschaft und nach der Geburt.

"Hebammen und Entbindungspfleger haben ein relativ breites Arbeitsfeld“, sagt Edith Wolber, Sprecherin des Deutschen Hebammenverbandes in Karlsruhe.

In den Beruf führen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit zwei unterschiedliche Wege. Zum einen gibt es die schulische Ausbildung. Sie dauert drei Jahre und wird an Berufsfachschulen angeboten. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich mit einem Hochschulstudium für den Job zu qualifizieren. Die Studiengänge führen innerhalb von drei oder vier Jahren zum Bachelorabschluss, wie die Bundesarbeitsagentur erläutert. Auch damit könne man direkt in den Beruf einsteigen. Expertin Wolber erklärt die Unterschiede: „Beim Studium lernt man wissenschaftliches Arbeiten. Es ist für diejenigen, die sich für Führungspositionen oder die Lehre qualifizieren wollen.“ Der praktische Teil der Ausbildung findet im Kreißsaal statt. Ganz einfach ist es aber nicht, einen der Ausbildungs- oder Studienplätze zu ergattern: „Die Ausbildung an den Berufsschulen ist sehr beliebt, weswegen es pro Platz oft bis zu 100 Bewerber gibt“, sagt Wolber. An Hochschulen gebe es häufig eine Zulassungsbeschränkung.

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Bewerber brauchen ein besonderes Gespür für Menschen, da sie die Mütter – und auch Väter – in teilweise sehr schwierigen Situationen betreuen, wie die Bundesagentur für Arbeit erklärt.

Der schönste Beruf der Welt

Hebammen haben oft unregelmäßige Arbeitszeiten, häufig Nachtdienst und verdienen dabei nicht sehr viel. Das Einstiegsgehalt liegt bei rund 1900 Euro brutto. Nach der Ausbildung können sich Hebammen jedoch weiterbilden. Grundsätzlich sind die Chancen auf einen Job gut, wie Wolber sagt. „Hebammen werden gesucht, vor allem auf dem Land.“ Außerdem lohne sich der Einsatz, findet sie. „Für viele ist das der schönste Beruf der Welt, denn die Geburt ist immer wieder ein besonderer Moment.“ (tmn)

(Aliki Nassoufis)

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