Kommentar

Mehr als Kumpanei: Die zweifelhafte Rolle des Kraftfahrt-Bundesamtes

Interner Schriftverkehr zeigt, dass zwischen Kraftfahrt-Bundesamt, Autokonzernen und Verkehrsministerium offensichtlich bestes Einvernehmen besteht. Ein Kommentar.

Beim Untersuchungsbericht zum Dieselskandal sollen die Hersteller sogar mitformuliert haben. Wie soll man dieses Verhalten nun bewerten?Als Kumpanei, weil sich Autohersteller und KBA seit Jahren kennen, da sei man sich diese Gefälligkeit schuldig? Als staatliche Unterstützung der Autoindustrie, weil dafür schließlich Steuergeld verwendet wurde? Oder geht es um Betrug am Verbraucher?

Denn bei objektiven Prüfungen wären vielleicht auch die CO2-Abgaswerte gemessen worden, die in jedem Fahrzeugschein stehen. Würden diese deutlich über den Herstellerangaben liegen – was heute niemand mit absoluter Sicherheit ausschließen kann –, hätten Besitzer vielleicht die Möglichkeit, ihre Autos zurückzugeben.

Diese Arbeit des KBA wurde mit Steuergeld bezahlt, um den Abgasskandal, der ein Skandal der gesamten Branche ist, kleinzureden. Wer dann noch mit „industriefreundlichem Gruß“ seinen Brief beendet, dokumentiert nicht nur die Haltung des KBA, sondern sollte als Behördenchef seinen Posten räumen. Denn offensichtlich hat diese Behörde nichts zur Aufklärung des Skandals beigetragen. Sich aber in überzeugender Weise als PR-Agentur für die deutschen Autobauer beworben. 

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.