Mercedes verkauft weniger Autos als erwartet

Stuttgart - Das Absatzwachstum beim Autobauer Daimler hat im April etwas an Schwung verloren. Den Gewinn hat der Konzern einem starken Absatzplus in Nordamerika zu verdanken.

Die Stuttgarter verkauften mit 113 901 Autos der Marken Mercedes-Benz, Smart, Maybach und AMG 3,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. In den ersten drei Monaten 2012 war der Zuwachs deutlicher ausgefallen. Im April gingen die Verkäufe der Kernmarke Mercedes-Benz auf dem wichtigen chinesischen Markt um elf Prozent zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. In den USA und in Japan legte der Absatz dagegen zweistellig zu.

Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt sagte, das Unternehmen bleibe auch zu Beginn des zweiten Quartals auf Erfolgskurs. Insgesamt wurden im April von der Kernmarke mit dem Stern 104 344 Autos verkauft, was einen Zuwachs von 3,6 Prozent bedeutete. Hintergrund für das schwächere Absatzwachstum war der Rückgang in China.

Dort sei die alte B-Klasse ausgelaufen, die M-Klasse kam neu auf den Markt. Außerdem sei der im Reich der Mitte produzierte GLK nur eingeschränkt verfügbar gewesen. Seit Anfang des Jahres hatte der Stuttgarter Konzern in China an die 66 000 Autos verkauft. Daimler bekräftigte, dort im laufenden Jahr zweistellig zulegen zu wollen.

In den ersten vier Monaten des Jahres verkaufte der Konzern weltweit 454 778 Autos, 9,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Daimler zeigte sich weiterhin zuversichtlich, im laufenden Jahr einen neuen Absatzrekord einfahren zu können. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 1 362 908 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, Smart, Maybach und AMG verkauft.

dpa

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