Merkel dringt auf Begrenzung von Manager-Boni

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Angela Merkel dringt auf eine Begrenzung von Manager-Boni.

Berlin - Eine Woche vor dem G-20-Gipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Forderung nach einer Begrenzung von Manager-Boni bekräftigt.

Damit solle die Risikobereitschaft der Wertpapierhändler eingedämmt werden, sagte sie in einem Interview des “Hamburger Abendblatts“ (Mittwochausgabe). “Obergrenzen sind eine Möglichkeit zur Begrenzung von Bonuszahlungen“, sagte die CDU-Vorsitzende. Die Zusatzzahlungen müssten sich am langfristigen Erfolg des Unternehmens orientieren und nicht an kurzfristigen Gewinnen. “Was kein Mensch versteht, ist doch eine Belohnung für solche Manager, die schlecht gearbeitet haben und dann oft noch den Staat als Retter rufen“, sagte Merkel. “Das werden wir ändern.“

Die Staats- und Regierungschefs der EU kommen am Donnerstag in Brüssel zu informellen Gesprächen zusammen, um den dritten G-20-Gipfel zur Reform des Weltfinanzsystems in Pittsburgh vorzubereiten. Merkel hat gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und dem britischen Premierminister Gordon Brown Vorschläge für das EU-Treffen formuliert. Neben einer Regulierung von Managergehältern fordern sie Sanktionen für Steueroasen, strengere Eigenkapitalvorschriften für Risikogeschäfte und eine zügige Reform von IWF und Weltbank.

In Pittsburgh werde es darum gehen, “dass jedes Finanzprodukt, jeder Finanzplatz und jede Finanzinstitution einer Regulierung oder Aufsicht unterworfen werden“, bekräftigte Merkel in dem Interview. Der Gipfel in der US-Industriestadt findet am Donnerstag und Freitag nächster Woche unmittelbar vor der Bundestagswahl statt. Merkel nimmt gemeinsam mit Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) teil.

AP

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