Merkel gegen Lockprämie für Fachkräfte

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Bundeskanzlerin Angela Merkel

Berlin - Weltweit versuchen Konzerne und Staaten, hoch qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen. Von einer neuen Lockprämie hält die Kanzlerin aber nichts. Die Regierung will Arbeitslose besser qualifizieren.

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Rainer Brüderle hat gut lachen. Während die Kanzlerin und das halbe Kabinett urlaubt, produziert der Wirtschaftsminister Schlagzeilen. Jetzt war im größten Boulevardblatt “Bild“ zu sehen, wie der FDP- Mann ein Titelbild (“I want you for Gastarbeiter“) zur Zuwanderungsdebatte freudestrahlend in seinem heimischen Arbeitszimmer aufhängt. Der von Brüderle losgeschickte Sommerballon verlor jedoch zum Wochenanfang deutlich Luft. Die Regierung hat keine neuen Pläne zur Zuwanderung, sondern will wie gehabt Jobsuchende besser ausbilden. Ein Regierungssprecher erklärte, eine Überarbeitung der erst vor eineinhalb Jahren eingeführten Zuwanderungsregeln sei kein Thema. Auch von Brüderles Begrüßungsgeld-Idee halte die Kanzlerin nichts.

Merkels Mimik

Bundeskanzlerin Angela Merkels Mimik
Angela Merkel ist seit dem 22. November 2005 unsere Bundeskanzlerin. © dpa
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Sie ist nicht nur eine mächtige Politikerin, ... © dpa
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... sondern auch eine sympathische Frau. © dpa
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Sie weiß, wie sie sich optisch in ein gutes Licht rückt. © dpa
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Das war nicht immer so. © dpa
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Doch in den letzten Jahren hat sie es nicht zuletzt mit Hilfe fähiger Stilberater geschafft, ihr Image aufzuhübschen. © dpa
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Sie ließ sich eine pfiffige Frisur schneiden ... © dpa
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... und trug immer wieder schicke Klamotten. © dpa
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Politisch konzentriert sie sich dennoch aufs Wesentliche. © dpa
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Frau Dr. Merkel ist keine Frau großer Sprüche. © dpa
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Ihr Mundwerk entgleitet ihr eigentlich nie. © dpa
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Nur die Gesichtszüge das eine oder andere Mal. © dpa
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Aber ab und zu eine unfreiwillige Grimasse ... © dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkels Mimik
... macht Frau Dr. Merkel doch nur noch sympathischer. © dpa
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... macht Frau Dr. Merkel doch nur noch sympathischer. © dpa
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Außerdem: So ein Blick sagt doch manchmal mehr als 1000 Worte. © dpa
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Oder was sagen Ihnen diese Blicke? © dpa
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Eine geheime Botschaft für die Opposition? © dpa
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Eine Beschwerde über die Getränkeauswahl? © dpa
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Tolle Skulptur? © dpa
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Ein bisschen Langeweile? © dpa
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Man kann auch mal beide Augen zudrücken? © dpa
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Der politsche Alltag ist nicht nur dröge? © dpa
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Sondern manchmal auch sehr lustig? © dpa
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Und die eine oder andere Lachträne wert? © dpa
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Sind die Schuhe geputzt? © dpa
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Verhalten sich die Hintermänner unruhig? © dpa
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Was stand da noch gleich? © dpa
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Darf man Äpfel mit Birnen vergleichen? © dpa
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Muss man beim Gähnen immer eine Hand vor den Mund halten, oder tut's manchmal auch ein Mikro? © dpa
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Wie lange redet der denn noch? © dpa
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Manche Gedanken sollte man nicht aussprechen? © dpa
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Wonach riecht das nur? © dpa
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Darf nicht auch eine Kanzlerin mal durchschnaufen? © dpa
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Ist immer wieder schön hier in Bayern? © dpa
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Wer ist hier hinter Glas? Der Fisch oder die Kanzlerin? Alles eine Frage der Perspektive? © dpa
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Die Kanzlerin ist da, und keiner schaut sie an? © dpa
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Ein schlauer Plan? © dpa
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Huch? © dpa
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Genug der Gedankenspielereien! © dpa
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Der Fairness halber: Wer auf Schritt und Tritt verfolgt und so oft fotografiert wird, ... © dpa
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... der wird natürlich auch oft in unvorteilhaften Gesichtsausdrücken für die Nachwelt festgehalten. © dpa
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Am liebsten haben wir Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel natürlich nicht, wenn sie Grimassen zieht, ... © dpa
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... sondern wenn die Bundeskanzlerin als starke Frau Deutschlands unsere Nation im In- und Ausland würdig vertritt. © dpa

Experten wie Bundesagentur-Chef Frank Jürgen Weise raten, angesichts des Geburtenknicks und der immer älter werdenden Bevölkerung das Bildungssystem, die Kinderbetreuung sowie die Förderung von Arbeitslosen zu verbessern. Unternehmen, die es sich leisten können, zahlen schon heute Prämien und Spitzengehälter, um im internationalen Rennen mithalten zu können. Auch Betriebskindergärten, kostenlose Firmenbusse oder Yoga- und Fitnesskurse gehören bei mancher Firma zum Wohlfühlpaket für neue Mitarbeiter. Seit langem bekannt ist, dass 2011 in der EU nach langem Streit die neue Bluecard eingeführt wird. Sie ist Europas Antwort auf die legendäre Greencard, mit der die USA seit Jahrzehnten erfolgreich die besten Kräfte ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten locken. Denn Talente aus Asien und anderen Boomregionen machen um Europa meist einen Bogen.

Nach Angaben der EU-Kommission gehen 55 Prozent der topausgebildeten Migranten in die USA - in der EU landen aus dieser Gruppe nur rund fünf Prozent. Vereinfacht gesagt, wandern in die Europäische Union die falschen Leute ein. Der größte Teil der Migranten (85 Prozent) hat keinen Beruf gelernt oder beherrscht nur einfache Tätigkeiten. Mit der Bluecard, die Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung kombiniert, soll es besser werden. Mehrere Jahre sollen Fachkräfte in der EU arbeiten, reisen und umziehen können. Wechsel innerhalb eines internationalen Konzerns in die Europa-Filialen sollen zügig und ohne großen Papierkram möglich werden. Doch das Modell hat nach Ansicht von Fachleuten einen Geburtsfehler. Eine IT-Fachkraft aus China, Indien oder Russland kann zwar die Familie mit nach Europa bringen, eine Arbeitserlaubnis soll der Partner aber nicht automatisch erhalten. Hier darf jedes Land weiter nach eigenem Gutdünken entscheiden.

Dänemark, Großbritannien und Irland machen bei der Bluecard erst gar nicht mit. Auch die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hat Zweifel, dass die Bluecard ein großer Erfolg wird. Die ursprünglichen Pläne seien stark verwässert worden. Viele EU-Staaten klammerten sich an nationale Regeln und wollten ihren Arbeitsmarkt schützen. Europa brauche zum Beispiel einen einheitlichen Bildungsmarkt, damit ausländische Talente nicht nur in Berlin, Rom oder Madrid studieren, sondern später ohne Probleme einen Job bei einem europäischen Unternehmen bekommen und so dem Kontinent treubleiben, so die Studie. Ziehe Europa hier nicht an einem Strang, rieben sich die klassischen Einwanderungsländer USA, Kanada und Australien wieder einmal die Hände.

dpa

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