Erst abwarten

Merkel: Keine Rosinenpickerei bei Brexit-Verhandlungen

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Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, Ihr sei es wichtig, dass das Verhältnis zu Großbritannien gut und freundschaftlich bleibe. Foto: Michael Kappeler/dpa

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit einer Mischung aus Freundschaft und Härte in die Verhandlungen mit London über den britischen EU-Austritt gehen.

Ihr sei wichtig, dass das Verhältnis zu Großbritannien gut und freundschaftlich bleibe, außerdem sollten für die Wirtschaft möglichst wenig Reibungsverluste entstehen, betonte Merkel in Berlin.

Zugleich stellte die Kanzlerin jedoch klar: "Aber auf der anderen Seite müssen wir auch die 27 (übrigen EU-Staaten) zusammenhalten und dürfen nicht Maßstäbe setzen, nach denen zum Schluss jeder sich die Rosinen raus pickt in Europa, die er gerade braucht. Das wird die Kunst sein."

Nun müsse man abwarten, bis die Briten offiziell den Antrag für den EU-Austritt stellten. Diesen Schritt hatte die britische Premierministerin Theresa May für das Frühjahr 2017 angekündigt.

Merkel dankte den fünf Wirtschaftsweisen, die ihr im Kanzleramt ihr neues Jahresgutachten mit Reformvorschlägen überreichten, für den Hinweis, dass bei den Brexit-Verhandlungen die vier Grundfreiheiten des EU-Binnenmarktes - freier Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital - unverzichtbar sein sollten.

Die Top-Regierungsberater forderten Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs in der EU auf, den Austritt Großbritanniens - wenn möglich - noch aufzuhalten. In einer Volksabstimmung hatten die Briten im Juni dafür gestimmt, die EU zu verlassen.

Jahresgutachen Wirtschaftsweise

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