Metall-Tarifrunde vor Abschluss

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Die Tarifverhandlungen in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie stehen vor dem Abschluss.

Düsseldorf - Bei den Tarifverhandlungen in der nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie stehen Arbeitgeber und Gewerkschaften offenbar vor einer Einigung in der Entgeltfrage.

Nach 13 Stunden dauernden zähen Verhandlungen wurde eine Einigung am Donnerstag in den Morgenstunden erwartet. Wie in der Nacht aus Verhandlungskreisen zu erfahren war, bahnt sich eine Lösung in der strittigen Entgeltfrage an. Details wurden nicht genannt. In den Verhandlungen geht es unter anderem um Fragen wie Laufzeiten, Einmalzahlungen und Gehaltstabellen. Bei der Beschäftigungssicherung besteht zwischen den Tarifpartnern bereits weitgehende Einigung. Demnach sollen die Beschäftigten in der schwer krisengeschüttelten Branche mit dem Tarifpaket “Zukunft in Arbeit“ in Lohn und Brot gehalten werden - unter anderem durch eine Verlängerung der Kurzarbeit, durch Kündigungsschutz und kürzere Arbeitszeiten.

Das Tarifpaket ist aber abhängig von einer Einigung auch in der Entgeltfrage. “Für uns sind die Gesamtkosten entscheidend“, hieß es aus dem Arbeitgeberlager. Eine Einigung für die rund 700 000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie NRW hätte Pilotcharakter für die gesamte Metall- und Elektroindustrie in Deutschland mit ihren 3,4 Millionen Beschäftigten. Erstmals war die IG Metall ohne konkrete Lohnforderung in die Verhandlungen gegangen und hatte der Beschäftigungssicherung Priorität eingeräumt. Die Arbeitgeber waren am Mittwoch mit der Forderung nach einer Nullrunde in die Verhandlungen gegangen. Die IG Metall strebt dagegen eine Sicherung der Reallöhne durch einen Inflationsausgleich an.

dpa

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