Middelhoff bleibt vorerst weiter in Haft

+
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Arcandor, Thomas Middelhoff. Foto: Rolf Vennenbernd

Essen (dpa) - Das Landgericht Essen hält auch nach der Haftbeschwerde von Thomas Middelhoff die Untersuchungshaft für den früheren Topmanager weiterhin für notwendig.

Der 61-jährige bleibe damit vorläufig weiter im Gefängnis, teilte das Landgericht Essen mit. Doch werde das Oberlandesgericht Hamm als zuständiges Beschwerdegericht den Fall noch einmal prüfen.

Middelhoffs Verteidiger hatten bereits vor eineinhalb Wochen Haftbeschwerde eingelegt. Die Kammer habe aber erst jetzt darüber entscheiden könne.

Die Verteidiger hätten auch ein Befangenheitsgesuch gegen die Richter gestellt, über das zunächst eine andere Kammer entscheiden musste, sagte der Justizsprecher. Die Richter hätten jedoch keinen Grund für die Besorgnis der Befangenheit gesehen.

Das Essener Landgericht hatte den früheren Chef des inzwischen pleitegegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor am 14. November wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen Middelhoff, der die Vorwürfe stets bestritt, ist noch nicht rechtskräftig. Dennoch erließ das Gericht wegen Fluchtgefahr einen Haftbefehl gegen den Manager.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.