Aktueller Mietspiegel vorgestellt

Mieten ziehen leicht an

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Mieten sind etwas teurer geworden.

Kassel. Die Wohnungsmieten in Nordhessen sind 2009 das zweite Jahr in Folge geringfügig gestiegen und dürften 2010 auf niedrigem Niveau stabil bleiben.

Zu dieser Einschätzung kommt die Region Mitte des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) nach Befragung seiner 65 Mitglieder in der Region. „Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage nach Wohnraum“, sagte IVD-Mitte-Sprecher Siegfried Putz bei Vorstellung des aktuellen Mietspiegels am Donnerstag in Kassel.

Weitere Informationen:

Hier finden Sie den aktuellen Immobilienpreisspiegel sowie die nötige Lesehilfe.

Dieser gibt Mietern und Vermietern sowie Immobilienkäufern und -verkäufern gleichermaßen Orientierung. Allerdings sind die angegebenen Zahlen lediglich grobe Richtwerte, die in Abhängigkeit von Größe, Bauart, Beschaffenheit, Lage, Infrastruktur und Energie-Effizienz des jeweiligen Objekts stark differieren können.

Beispiel: Wohnraum in sanierten Altbauten kostet in der Stadt Kassel derzeit je nach Wohnwert drei bis acht Euro je Quadratmeter, im Kasseler Umland drei bis 5,80 Euro. Damit liegen die Mieten im Mittel etwa zwei Prozent über Vorjahresniveau.

Zur Erinnerung: Zwischen 1998 und 2008 waren Mieten und Häuserpreise in Nordhessen meist zum Teil deutlich gesunken. Als Gründe für die anziehende Nachfrage nach gutem Wohnraum und tendenziell steigenden Mieten nennt Putz die trotz Krise seit Monaten sinkenden Arbeitslosenzahlen vor allem in der Stadt Kassel und angrenzenden Kommunen.

„Es sieht ganz so aus, als ob wir besser durch die Flaute kommen als andere Regionen“, sagte Putz. Weit gehend stabil sind nach IVD-Angaben die Preise für Einfamilien- und Reihenhäuser sowie für Eigentumswohnungen.

Das gelte auch für Mehrfamilienhäuser, die zunehmend wieder als Kapitalanlage und Altersvorsorge nachgefragt würden. Hier gebe es im Preissegment von einer bis zwei Millionen Euro zwar eine reges Interesse, aber kaum Angebote.

Angespannt bleibt die Lage laut IVD-Mitte-Chef Alexander Alter im gewerblichen Bereich. In Nebenlagen gebe es nach wie vor viele Leerstände, und 1a-Lagen müssten bei Neuvermietung Preisabschläge hinnehmen. Infolge der Krise habe es 2009 bei Logistikflächen einen starken Nachfragerückgang gegeben. „Aber wir spüren, dass das Geschäft wieder anzieht“, sagte Alter.

Von José Pinto

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