Milchbauern fordern kostendeckende Preise

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Milchbauern fordern kostendeckende Preise.

Berlin - Vor dem Spitzentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der kommenden Woche hat der Bund der Deutschen Milchbauern seine Forderung nach kostendeckenden Milchpreisen unterstrichen.

Verbandspräsident Romuald Schaber sagte am Freitag, die Bauern bettelten nicht um Steuergelder, sondern wollten eine Anpassung des Milchangebots an die Nachfrage. “Es geht um eine Richtungsänderung, die nichts kostet“, sagte Schaber. Seit zwei Wochen protestieren die Milchbauern in acht EU-Ländern gegen den Milchpreisverfall. “Die Politik hat sehr viel Geld in die Hand genommen, und trotzdem ist der Preis auf 20 bis 22 Cent abgestürzt“, sagte Schaber. Dies treibe viele Milchviehhalter in Existenznöte.

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Ein kostendeckender Milchpreis liegt nach Ansicht des Verbands bei 40 Cent pro Liter. Der Verband verlangt von der Bundesregierung, sich in Brüssel für seine Forderungen einzusetzen. Infolge der Bauernproteste seien 500.000 Tonnen Milch nicht an die Molkereien geliefert worden, berichtete Schaber. Das habe die Spotmarktpreise auf 36 bis 38 Cent hochgetrieben. Er erwarte, dass die Milchpreise sich entsprechend nach oben bewegten. Wenn anschließend aber keine schnelle politische Lösung folge, würden sich die Bauern in wenigen Monaten “wieder in demselben Loch wiederfinden“, sagte Schaber. Die Politik habe “keinen Grund, auf Zeit zu spielen“.

Er warnte die Bundesregierung vor “Wahlkampftricks“. Ein Gesprächsangebot allein reiche nicht. Schaber betonte auch, dass sich der Bund der Deutschen Milchbauern bei dem Spitzentreffen mit Merkel nicht auf den Deutschen Bauernverband zubewegen werde. Der DBV habe die gescheiterte EU-Politik der Liberalisierung des Milchmarktes mit der Aufweichung der Quoten mitgetragen. Sein Verband fordere aber die Vermeidung von Überschussproduktion und kostendeckende Preise.

AP

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