Milliarden-Deal: BASF und Gazprom einigen sich

+
Der Tausch war im vergangenen Dezember angesichts der Ukraine-Krise zunächst gestoppt worden. Fotos: Uwe Anspach/Jan Woitas/Archiv Foto: dpa

Ludwigshafen (dpa) - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF und der russische Energieriese Gazprom haben den lange geplanten Tausch milliardenschwerer Vermögensposten abgeschlossen.

Mit dem Handel, der rückwirkend zum 1. April 2013 vollzogen wird, baut die BASF ihre Öl- und Gasförderung weiter aus und trennt sich im Gegenzug vom Gashandels- und Speichergeschäft.

Der BASF-Anteil an dem Tausch steuerte 2014 rund 12,2 Milliarden Euro zum Konzernumsatz und rund 260 Millionen Euro zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2015 lag der Umsatzanteil bei rund 7,2 Milliarden Euro, der Ebitda-Anteil bei rund 240 Millionen Euro.

Im Einzelnen gibt die BASF-Tochter Wintershall ihre Anteile am gemeinsamen Gashandels- und Speichergeschäft komplett an die Russen ab. Gazprom steigt zudem mit 50 Prozent bei der Gas- und Ölförderung von Wintershall in der Nordsee vor den Küsten der Niederlande, Großbritanniens und Dänemarks ein. Im Gegenzug erhält Wintershall Anteile an einem Erdgas- und Erdölfeld in Westsibirien.

Der Tausch war im vergangenen Dezember angesichts der Ukraine-Krise zunächst gestoppt worden. Anfang September wurde er dann doch besiegelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.