Mark Zuckerberg ist Facebook-Chef – und plötzlich noch reicher

Der Milliarden-Junge

Jung, reich, mächtig: Das Magazin „Time“ kürte Facebook-Chef Mark Zuckerberg 2010 zur „Person des Jahres“ Foto: dpa

New York. Ausgesorgt hat Mark Elliot Zuckerberg schon längst. Der 26-Jährige Mitbegründer des sozialen Netzwerks Facebook ist laut dem US-Magazin „Forbes“ der jüngste Milliardär der Welt. Nun dürfte sich der New Yorker auf der Superreichenliste weiter voran gearbeitet haben. Aus geschätzten 6,9 Milliarden Dollar Vermögen wurden über Nacht 15 Milliarden – gut elf Mrd. Euro.

Den Geldregen verdankt Zuckerberg der US-Großbank Goldman Sachs und dem russischen Investor Digital Sky Technologies. Die Amerikaner, berichtet die „New York Times“, stiegen mit 450 Millionen Dollar bei Facebook ein, die Russen legten 50 Mio. Dollar dazu. Zuckerbergs Unternehmen, an dem er selbst 30 Prozent hält, spielt mit einem Wert von jetzt 50 Mrd. Dollar in einer Liga mit Konzernen wie Walt Disney und Honda.

Der jungenhaft wirkende Zuckerberg, Sohn eines Zahnarztes und einer Psychotherapeutin, pflegt mit Jeans, Schlabberpulli und Badelatschen das Image des College-Studenten. Er lebt mit seiner Freundin, der Medizinstudentin Priscilla Chan, in einem gemieteten Haus bei San Francisco, berichtet das US-Magazin „Time“. Sein Psychologiestudium in Harvard hatte Zuckerberg 2004 nach zwei Jahren abgebrochen, weil sich der Erfolg von Facebook abzeichnete. 2006 öffnete sich die Plattform, die sich ursprünglich nur an Studenten richtete, allen Internet-Nutzern.

Der Mann, der mit Freunden das soziale Netzwerk gründete, hat stets in Gemeinschaft gelebt: in der Familie, unter den Studienfreunden, mit seinen Mitarbeitern. Zuckerberg habe Facebook nicht geschaffen, um ein Sozialleben zu haben wie alle, sondern weil er wolle, dass alle eines hätten, schreibt „Time“.

Das Netzwerk, das die übernahmelustigen Internetriesen Yahoo und Google abblitzen ließ, ist mehr als eine Plattform für den globalen Plausch seiner 550 Millionen Nutzer. Facebook ist Macht. Mehr als zwei Millionen Internetseiten haben sich mit Facebook verlinkt. Das Netzwerk kündigte eigene E-Mail-Adressen an und macht mit seiner „Gefällt mir“-Schaltfläche, mit dem Facebook-Nutzer ihre Vorliebe für ein Produkt mitteilen können, Google Konkurrenz.

Das Unternehmen geriet mit dem Datenschutz in Konflikt. Und Zuckerberg wurde vorgeworfen, die Idee zu Facebook von Kommilitonen geklaut zu haben. Die Zahlung von 65 Mio. Dollar beendete den Streit zunächst. Doch nun wollen die Kläger von einst mehr. Zuckerberg könnte es verkraften. Milliarden kommen ja manchmal über Nacht – vielleicht mit einem Börsengang von Facebook, dem die Kapitalspritzen der Investoren den Weg ebnen könnten.

Von Barbara Will

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