Milliardenminus bei Morgan Stanley

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Werbung für die defizitäre Investmentbank Morgan Stanley in New York.

New York - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat mit einem erneuten Milliardenminus ihren bereits dritten Quartalsverlust in Folge verbucht.

Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Verlust von fast 1,3 Milliarden Dollar (917 Mio Euro), wie die Bank am Mittwoch in New York mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Morgan Stanley noch fast 1,1 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Auf das Ergebnis drückten allerdings hohe Lasten unter anderem durch die Rückzahlung staatlicher Milliardenhilfen. Ohne diesen und weitere Sondereffekte lag das Minus im fortgeführten Geschäft bei vergleichsweise niedrigen 159 Millionen Dollar.

Analysten hatten aber insgesamt bessere Zahlen erwartet. Auch Konzernchef John Mack räumte mit Blick auf die meisten Sparten ein: “Wir sind mit unserem Abschneiden nicht zufrieden.“ Die Erträge fielen insgesamt um elf Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar. Morgan Stanleys schärfster Wettbewerber, die weltgrößte Investmentbank Goldman Sachs, hatte in der vergangenen Woche mit einem milliardenschweren Rekordgewinn überrascht. Auch eine Reihe anderer Banken legte deutlich bessere Zahlen vor als erwartet.

Im Juni hatte Morgan Stanley als eines von zehn führenden US-Instituten Hilfen aus dem Banken-Rettungsprogramm an den Staat zurückgezahlt. Die Investmentbank hatte zehn Milliarden Dollar bekommen. In der Finanzkrise wandelten sich Morgan Stanley und Goldman Sachs vergangenes Jahr auf Druck der Regierung formal in Geschäftsbanken um und gaben den rechtlichen Sonderstatus als Investmentbank auf. Nun unterliegen beide weit strengerer Regulierung. Im Kern betreiben sie aber noch dieselben Spezialgeschäfte wie Unternehmensfinanzierungen, Fusionen und Übernahmen sowie den Handel mit Wertpapieren aller Art.

dpa

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