HRE mit Milliardenverlust in ersten neun Monaten

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Vor gut einem Jahr stand die HRE kurz vor dem Kollaps und musste in einer dramatischen Aktion vom Bund und anderen Banken aufgefangen werden.

München - Der verstaatlichte Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate hat seit Jahresbeginn einen Verlust von 1,7 Milliarden Euro angehäuft.

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Hypo Real Estate voll in Staatsbesitz

Allein im dritten Quartal gab es ein Minus von 574 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Die HRE begründete das Ergebnis vor allem mit Wertberichtigungen infolge der Finanzkrise. Die Belastungen hätten den gewerblichen Immobilienmarkt besonders getroffen.

Die Neuausrichtung des Konzerns mache aber gute Fortschritte, erklärte Vorstandschef Axel Wieandt. Am Ziel sei man aber bei weitem nicht. Für den Bund, dem der Konzern seit einigen Wochen vollständig gehört, bleibt die HRE damit eine massive Belastung.

Vor gut einem Jahr stand die HRE kurz vor dem Kollaps und musste in einer dramatischen Aktion vom Bund und anderen Banken aufgefangen werden. Eine Pleite des Konzerns hätte damals aus Sicht der Bundesregierung katastrophale Folgen für den Finanzplatz Deutschland und möglicherweise auch die weltweiten Märkte gehabt. Inzwischen hat die HRE Kapitalhilfen und Staatsgarantien von mehr als 100 Milliarden Euro erhalten, um nicht zusammenzubrechen. Den letzten Aktionären des Konzerns zahlte der Bund im Oktober eine Abfindung und setzte sie vor die Tür.

dpa

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