Nahles-Plan

Mindestlohn unter 21: Arbeitgeber wollen Ausnahme

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Der im Koalitionsvertrag vereinbarte Mindestlohn von 8,50 Euro liegt auf einer Deutschlandfahne.

Berlin - Der Plan von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, nur Jugendliche bis 18 Jahre vom gesetzlichen Mindestlohn auszunehmen, stößt auf strikte Ablehnung der Arbeitgeber.

„Das wäre eine verhängnisvolle Regelung - mit großen Bremsspuren auf dem Arbeitsmarkt, vor allem in strukturschwachen Regionen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes BDA, Reinhard Göhner, am Mittwoch in Berlin.

„Denn junge Menschen, die noch nicht ausbildungsfähig sind und trotz aller Anstrengungen auch nicht ausbildungsfähig gemacht werden können, und langzeitarbeitslose Menschen, die noch nie gearbeitet haben, werden zu 8,50 Euro keine Arbeit finden“, erklärte Göhner. „Wir schlagen deshalb vor, dass man mindestens bis zum 21. Lebensjahr Ausnahmen vorsehen muss - und Langzeitarbeitslose sowie Menschen, die noch nie gearbeitet haben und keine Ausbildung haben, ebenfalls unbedingt ausnehmen muss.“

Man könne „in anderen Mindestlohn-Ländern Europas besichtigen, wie die Schäden auf dem Arbeitsmarkt sind“, sagte Göhners. Dort seien Jugendarbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit durchweg höher als in Deutschland.´

Das steht im Koalitionsvertrag

Das steht im Koalitionsvertrag

dpa

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