Minister Fahrenschon will Bad Bank für Bayern LB

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Fahrenschon will Bad Bank für Bayern LB

München - Finanzminister Georg Fahrenschon will eine Bad Bank für die BayernLB einrichten. Dafür könnte der Freistaat die Hilfe des staatlichen Rettungsfonds SoFFin in Anspruch nehmen.

“Wir prüfen, ob wir eine Abwicklungsanstalt unter dem Dach des staatlichen Rettungsfonds SoFFin gründen“, sagte Finanzminister Georg Fahrenschon dem “Handelsblatt“. Im Zuge der Restrukturierung müsse der Freistaat als Eigentümer durchleuchten, “ob es im Hinblick auf den Wert unserer Beteiligung opportun ist, die Bank weiter zu entlasten.“

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Die Landesbank gehört fast vollständig dem Freistaat, seit dieser sie mit 10 Milliarden Euro retten musste. Mit einer Bad Bank unter dem Dach des Soffin könnte die BayernLB ihre Bilanz von Risiken erleichtern. Die WestLB ist diesen Schritt bereits gegangen, sie will toxische und nichtstrategische Vermögenswerte von 85,1 Milliarden Euro in eine Bad Bank auslagern.

Die BayernLB setzt bislang dagegen auf eine interne Restrukturierungseinheit. Probleme mit der Eigenkapitalausstattung der Bank gibt es laut Fahrenschon nicht. “Die BayernLB wird auch nach der Abspaltung der Hypo Group Alpe Adria eine Kernkapitalquote von voraussichtlich mehr als zehn Prozent haben“, sagte er.  Damit scheine die Landesbank ausreichend kapitalisiert zu sein.

Die Sanierung der Landesbank sieht Fahrenschon laut “Handelsblatt“ als Voraussetzung für einen Verkauf in der Zukunft. “Jetzt stehen nicht Gespräche mit Interessenten im Vordergrund, da wir noch dabei sind, die Krise zu managen und die BayernLB zu restrukturieren“, sagte der bayerische Finanzminister.

Mittelfristiger Verkauf

Der Freistaat will sich mittelfristig aus seiner Landesbank zurückziehen. “Wir sind dabei für alle Optionen offen, das kann über einen Verkauf oder Teilverkauf an private Investoren geschehen oder im Rahmen einer Konsolidierung unter den Landesbanken“, sagte Fahrenschon. Am Ende werde er das Konzept favorisieren, das die höchsten Chancen biete, möglichst viel der Hilfen für die Bank zurückzuerhalten.

Von einem Zusammenschluss der BayernLB mit den Sparkassen hält Fahrenschon dagegen wenig: “Wir haben in der Finanzmarktkrise erlebt, wie wichtig regional aufgestellte Institute waren. Wir sollten uns auf diese Stärken konzentrieren“, sagte der Minister. Ein solcher Zusammenschluss “steht in Bayern momentan nicht auf der Tagesordnung.“

AP

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