Kosten noch nicht kalkulierbar

Mit dem Taxi durch Deutschland: „Friederike“ könnte für die Bahn teuer werden

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Reisende warten am 18.01.2018 in Köln in einer langen Schlange vor dem Hauptbahnhof auf ein Taxi.

Sturm „Friederike“ könnte für die Bahn unangenehme Konsequenzen haben: So einige Fahrgäste durften am Donnerstag Taxi statt Zug fahren.

Berlin - Das Sturmtief "Friederike" hat nicht nur Millionenschäden am Schienennetz verursacht - auf die Deutsche Bahn kommen zusätzlich hohe Kosten für Entschädigungen wie Taxifahrten und Hotelübernachtungen zu. Noch ließen sich die Kosten dafür aber "nicht kalkulieren", sagte ein Bahnsprecher am Freitag in Berlin. Das liege unter anderem daran, dass Taxifahrer, die auf Kosten der Bahn Gäste transportierten, dies erst im Nachhinein abrechnen.

Außerdem haben Fahrgäste ein Jahr Zeit, um ihren Anspruch auf Entschädigungen geltend zu machen. Wegen des Orkans "Friederike" hatte die Bahn am Donnerstag bundesweit den Fernverkehr eingestellt. An großen Bahnhöfen stellte sie Hotelzüge auf den Gleisen bereit, gestrandeten Passagieren musste die Bahn nach der Fahrgastrechteregelung unter bestimmten Umständen eine Übernachtung zahlen.

Kulanz hat Grenzen

Außerdem stellte sie Taxi-Gutscheine bereit - etwa für Fahrten von Hannover nach Berlin, die im Schnitt rund 500 Euro pro Strecke kosten. Entscheidend dabei sei, mehrere Fahrgäste mit dem selben Ziel zusammenzubringen, führte der Sprecher aus. Deshalb mussten die Taxis voll besetzt sein.

Die Kulanz bei Taxifahrten auf Kosten der Bahn habe aber Grenzen, hieß es weiter, so wird etwa keine Fahrt ins Ausland bezahlt. Generell würden die Bahnangestellten jeweils vor Ort abwägen, ob eine Übernachtung oder ein alternatives Fahrmittel geeignet sei, betonte der Bahnsprecher.

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AFP

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