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Mode-Discounter aus Polen will Deutschland erobern - Offenbar 2000 Filialen geplant

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Von: Kilian Bäuml

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Die polnische Mode-Kette Pepco möchte den deutschen Markt für sich gewinnen. (Symbolbild) © Beata Zawrzel/Imago

Der polnische Mode-Discounter Pepco will sich auf dem deutschen Markt etablieren. Dazu sollen 2000 Filialen eröffnet werden. Starke Konkurrenz für Primark und Co.?

München – Bei preiswerter Kleidung kommt vielen wahrscheinlich als erstes Primark oder Kik in den Sinn. Die beiden Mode-Ketten konnten sich in Deutschland seit langem etablieren. Jetzt bekommen sie allerdings Konkurrenz, denn der polnische Mode-Discounter Pepco hat es mit seinen Angeboten auf die gleiche Zielgruppe abgesehen. Den bisherigen Platzhirschen möchte der neue Anbieter jetzt den Rang ablaufen.

Als Ziel schreibt das Unternehmen auf der eigenen Website, dass es der größte, beste und günstigste Anbieter für Heim- und Familienprodukte in Europa werden möchte. Teil dieses Plans ist es auch 2000 Filialen in Deutschland zu eröffnen, berichtet die Zeitung Welt. Damit wäre die neue Mode-Kette beinahe gleich auf mit Kik, von dem es in Deutschland etwa 2500 Filialen gibt.

Mode-Discounter Pepco will seine Erfolgsgeschichte in Deutschland fortschreiben

Die Pläne des Mode-Discounters sind ambitioniert, allerdings kann das Unternehmen auch auf eine echte Erfolgsgeschichte blicken. Die erste Filiale wurde vor nicht einmal 20 Jahren eröffnet, seitdem konnte das Unternehmen in 16 europäischen Ländern Fuß fassen und insgesamt fast 3000 Filialen eröffnen, schreibt Pepco auf der eigenen Website.

Die meisten davon, über 1000 Filialen, befinden sich im Gründungsland Polen. Seit letztem Jahr wurden vier Geschäfte in Deutschland eröffnet. Sie befinden sich in Chemnitz, Cottbus, sowie zweimal in Berlin. Erfolgreicher sieht es im Nachbarland Österreich aus, wo bereits 59 Filialen eröffnet wurden.

UnternehmenPepco
GründungslandPolen
Erste Filiale2004
Filialen insgesamtFast 3000 in Europa

Pepco möchte sich schnell in Deutschland ausbreiten – und macht Primark und Co. Konkurrenz

Hinter den großen Zielen des Unternehmens stehen vier Säulen der Geschäftsentwicklung, die auch auf dem deutschen Markt zum Tragen kommen: „Größer-Besser-Einfacher-Billiger“. Um das Wachstum möglichst schnell voranzutreiben, richtet Pepco sich auf seiner Website direkt an Interessenten, beispielsweise Eigentümer. Wer eine Filiale eröffnen möchte, muss mit seinem Standort folgende Ansprüche erfüllen:

Pepco auf dem deutschen Markt: „Wir sehen in der Hinsicht keinen direkten Wettbewerber“

Andere Unternehmen setzen angesichts der Krise und der Inflation eher auf Online-Shopping. Einige beliebte Geschäfte, zum Beispiel Primark musste sogar Filialen in Deutschland schließen. Und auch die bekannte Schuhhandelskette Görtz musste Insolvenz anmelden. Trotzdem blickt Pepco gelassen auf die Situation. Der Anbieter betreibt allem voran günstige Bekleidung, sowie Haushaltsartikel und Dekoration. „Wir sehen in der Hinsicht keinen direkten Wettbewerber“, so die deutsche Expansionsbeauftragte Manuela Gräber gegenüber der Zeitung Welt.

Mit dem Plan, sich auf dem deutschen Markt zu etablieren, ist die Mode-Kette nicht alleine. Auch andere Unternehmen möchten den deutschen Markt für sich erschließen, beispielsweise der skandinavische Supermarkt Oda. Selbst Platzhirsch Amazon bekommt Konkurrenz von einem Schweizer Online-Händler, der seinen Service in Deutschland verstärken will. (kiba)

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