Milder Winter und starker US-Dollar lassen H&M schwächeln

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Im Frühjahr will H&M neue Filialen etwa in Südafrika, der Schweiz, Ungarn und Indien aufmachen. Foto: Patrick Seeger

Im Winter blieben die Mäntel an den Kleiderständern, Rabatte drückten den Gewinn. Auch der starke US-Dollar belastete H&M - ausgerechnet während es für den großen Konkurrenten aus Spanien gut lief.

Stockholm (dpa) - Der schwedische Modehändler H&M hat einen holprigen Start ins neue Jahr hingelegt. Der Textilriese machte zwischen dem 1. Dezember und dem 29. Februar mit rund 2,5 Milliarden schwedischen Kronen (275 Mio Euro) deutlich weniger Gewinn als im Vorjahresquartal (3,6 Mrd Kronen).

Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mit. Beim Umsatz legten die Schweden leicht auf 43,7 Milliarden Kronen (rund 4,7 Mrd Euro) zu."Das sollte vor dem Hintergrund eines sehr guten ersten Quartals im vergangenen Jahr gesehen werden", erklärte Unternehmenschef Karl-Johan Persson.

Schon im Weihnachtsgeschäft hatte H&M geschwächelt. Persson begründete das schwache Ergebnis mit dem starken US-Dollar, der etwa die Einkäufe für den Modehändler teurer macht. Nach dem warmen Herbst sei außerdem viel Winterkleidung in den Läden liegengeblieben. Rabatte hätten den Gewinn geschmälert.

Im Wettbewerb mit dem großen Konkurrenten Inditex (Zara, Massimo Dutti) ist der schwache Jahresstart ein Rückschlag für H&M. Der spanische Modekonzern hatte im vergangenen Geschäftsjahr dank vieler neuer Läden und anziehender Onlineverkäufe ein Rekordergebnis erzielt.

"Unsere starke Expansion geht weiter", versicherte Persson. Im Frühjahr will H&M neue Filialen etwa in Südafrika, der Schweiz, Ungarn und Indien aufmachen und auch sein Online-Geschäft weiter ausbauen. Im Laufe des Geschäftsjahres sollen 425 neue Läden dazukommen, unter anderem in den neuen Märkten Neuseeland, Zypern und Puerto Rico.Seit 2010 hat das Unternehmen die Anzahl der Geschäfte in der Gruppe nach eigenen Angaben verdoppelt. Noch im April soll die 4000. Filiale des Moderiesen in Neu Delhi öffnen.

Gleichzeitig will der Modehändler in elf weiteren Ländern Onlineshops aufbauen. Damit können Kunden in 34 Ländern online bei H&M einkaufen. Zu den neuen Märkten gehören Irland, Griechenland, Kanada, Kroatien, Luxemburg und Japan. Neuere Marken der H&M-Gruppe wie COS, & Other Stories, Monki, Weekday und Cheap Monday würden für das Unternehmen immer wichtiger, hieß es. Deshalb arbeiten die Schweden daran, weitere Marken zu lancieren.

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