Möbel-Hersteller interlübke insolvent

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Ein Model posiert auf einem Bett des Herstellers Interlübke.

Rheda-Wiedenbrück - Zu Jahresbeginn hatte der Luxusmöbel-Hersteller interlübke noch verkündet, rechtzeitig zum 75-jährigen Bestehen sei man wieder in der Erfolgsspur. Jetzt meldete das Traditionsunternehmen Insolvenz an.

Der traditionsreiche Möbelhersteller interlübke hat Insolvenz angemeldet. Der Antrag auf Insolvenz sei am Vortag beim Bielefelder Amtsgericht eingereicht worden, meldete das Unternehmen am Dienstag. Der Antrag gelte nur für interlübke und nicht für das Schwesterunternehmen Cor, betonte eine Sprecherin. interlübke schreibt seit 2009 rote Zahlen.

„Wir kämpfen um die Fortführung von interlübke“, erklärt der Geschäftsführende Gesellschafter Leo Lübke. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Norbert Küpper aus Verl bestellt. Er wollte sich zunächst nicht zur Zukunft des Unternehmens äußern.

„Zum Insolvenzantrag führten drei Faktoren: untragbare Altlasten auf Basis einer wesentlich höheren Unternehmensgröße, der gewandelte Stellenwert des Systemmöbels und eine durch konjunkturelle Schwankungen bedingte, schwache Auftragslage seit März 2012“, hieß es in der Mitteilung. Zuletzt hatte interlübke nach Angaben der Sprecherin Helga Sonntag-Kunst 269 Arbeiter und Angestellte sowie acht Auszubildende.

Meine hippe Hütte

Einsam, schlicht und doch perfekt: Das Atelier des französischen Malers und Bildhauers Richard Texier an der Atlantikküste. © Tina Hillier/Knesebeck Verlag
Minimalistisches Strandhaus in Schweden. © Tina Hillier/Knesebeck Verlag
Turmhäuschen auf einer einsamen Schafstation im australischen Nirgendwo © Penny Clay/Knesebeck Verlag
Ausblick von Jeffs Wochenendhaus in West Virginias Hügellandschaft. © Anice Hoachlander/Knesebeck Verlag
Blockhütte des niederländischen Musikers und Emmy-Preisträgers Hans Liberg. © Thomas Mayer/Knesebeck Verlag
Acht Quadratmeter misst Libergs Hütte, gebaut hat sie Piet Hein Eek. © Thomas Mayer/Knesebeck Verlag
Baumhaus von Peter Bahouth, ehemals Chef von Greenpeace USA. © Tina Hillier/Knesebeck Verlag
Alle Möbel in Bahouths Refugium stammen von Flohmärkten. © Tina Hillier/Knesebeck Verlag
Bevor sich Richard an der kalifornischen Steilküste niederließ. trampte er um die Welt. © Joy Carroll/Knesebeck Verlag
Die Schreibhütte von George Bernhard Shaw kann nach dem Lauf der Sonne ausgerichtet werden. © Tina Hillier/Knes ebeck Verlag
Virgina Woolf ließ sich diese Hütte bauen, um in Ruhe arbeiten zu können. © Tina Hillier/Knesebeck Verlag
Drei Schiffscontainer beherbegen das Atelier von Matt und Sophia in London. © Tina Hillier/Knesebeck Verlag
"Meine hippe Hütte" von Jane Field-Lewis und Tina Hillier (Foto) gebunden 166 Seiten. Mit 280 farbigen Abbildungen, für 19,95 Euro erschienen im Knesebeck Verlag. © Tina Hillier/Knesebeck Verlag

Zu Jahresbeginn hatte der Möbelhersteller Möbel noch Fortschritte gemeldet. Erstmals seit 2007 war interlübke 2011 wieder gewachsen, und zwar um 6,2 Prozent auf knapp 35 Millionen Euro Umsatz. Im Erfolgsjahr 2007 waren es 46 Millionen Euro, 2010 nur noch knapp 33 Millionen Euro gewesen.

Zu Gewinnen oder Verlusten macht das Unternehmen in der Regel keine Angaben. Als im Mai Geschäftsführer Lübke aber ein Restrukturierungsprogramm ankündigte, war von Verlusten seit 2009 die Rede. Die konjunkturelle Entwicklung sei Auslöser, „den Betrieb zu verschlanken, unser Produktprogramm noch wettbewerbsfähiger zu gestalten und die Kapazitäten durch Auftragsproduktionen stärker auszulasten“. Die Trennung von bis zu 40 Mitarbeitern wurde angekündigt.

Die Entscheidung über die weitere Restrukturierung von interlübke wird zum Jahreswechsel erwartet, teilte Lübke jetzt mit. „Wir streben an, den Geschäftsbetrieb währenddessen fortzusetzen.“ Leo Lübke verantworte weiterhin die strategische Ausrichtung und operative Leitung des Unternehmens in Abstimmung mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter, hieß es. Man habe im Frühsommer 2012 eine Restrukturierung eingeleitet, die wirtschaftlichen Erfolge könnten sich aber erst 2013 zeigen, sagte Lübke.

dpa

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