Viel Luft um nichts

Mogelverpackungen bei Knabbereien entlarvt

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Eine junge Frau isst auf einer Party Salzstangen

Düsseldorf - Die Verpackungen von Keksen und Knabbereien sind oft nur zu 60 Prozent gefüllt. Verbraucherschützer kritisieren nun: Statt Inhalt kaufen Kunden jede Menge Luft.

Beim Einkauf von Keksen und Knabbereien werden Verbraucher nach Stichproben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen häufig mit übergroßen Mogelverpackungen getäuscht. Bei Stichproben im Einzelhandel seien die Verpackungen der geprüften 15 Produkte durchschnittlich nur zu 60 Prozent gefüllt gewesen, berichteten die Verbraucherschützer am Montag in Düsseldorf. Bei jeder dritten Packung sei der vorhandene Platz sogar nur zur Hälfte genutzt worden.

Die Erfahrung der Tester: Im Cantuccini-Beutel war fühlbar noch jede Menge Platz, in die Müsliriegel-Schachtel gingen locker noch zwei Riegel rein, im Plastikbecher reichten die Mini-Zwiebacke gerade bis zum Sichtfenster. „Viele Verbraucher fühlen sich beim Kauf von solchen Luftnummern getäuscht“, kritisierte der Chef der NRW-Verbraucherzentrale, Klaus Müller.

Diese Produkte setzen auf Natur statt Aromastoffe

Naturprodukte ohne Aromastoffe
Bio-Jogurt mild, Heidelbeere von Andechser Natur © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Fruchtjoghurt mild Heidelbeere dennree © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Swiss Yoghurt Erdbeere von Emmi © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Bio Joghurt mild Pfirsich Maracuja von Söbbeke © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Gewürzgurken von Bio Company © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Gewürzgurken von Juwelier © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Gewürzgurken von Marschland Naturkost © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Zartbittertäfelchen Sélection von Alnatura © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Bio Fairetta Kids mit Milchcremefüllung von GEPA © GEPA/Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Edelschokolade aus original Arriba Ecuador Edelcacao 70% von J. D. Gross © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Schokolade Edelvollmilch Ecuador 42% Kakao von Naturata © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Vollmilch Schokolade von Rapunzel Schokolade © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Plantagenschokolade Nouméa Edel-Vollmilch Kakao: 35% von Rausch © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Maischips Natur von Alnatura © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Kartoffelchips mit Meersalz von Alnatura © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Tortilla Chips mit Meersalz von Bio Zentrale © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Chipsfrisch gesalzen von Funny Frisch © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Bio Mais-Chips Chili MAYKA © MAYKA/Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Naturals leicht fein gesalzen von Lorenz © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Bio Kartoffel-Chips Natur mit Meersalz von MAYKA © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Linseneintopf von Alnatura © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Pizza Salami von Alnatura © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Pasta Gericht Tagliatelle Wildlachs von Frosta © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Gulaschsuppe von Ökoland © Ökoland/Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Eiersalat von Alnatura © Hamburger Verbraucherzentrale
Naturprodukte ohne Aromastoffe
Früchtetee von Herb-Service © Hamburger Verbraucherzentrale

Mogelverpackungen seien nach dem Lebensmittelgesetz eigentlich nicht erlaubt, betonten die Verbraucherschützer. Doch gebe es keine eindeutigen Regelungen. Die Arbeitsgemeinschaft Mess- und Eichwesen spreche aber von Täuschung, wenn der Freiraum in der Packung 30 oder mehr Prozent betrage. Ausgenommen seien empfindliche Waren wie Pralinen.

Müller forderte die Lebensmittelhersteller auf, „nicht nur bei Keks- und Knabberwaren künftig überschüssige Luft rauszulassen“. Inhalt und Verpackung müssten so aufeinander abgestimmt werden, dass die Kunden erkennen könnten, wie viel sie kaufen.

dapd

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