Motorola fühlt sich von Chinesen ausspioniert

+
Der Mobilfunk-Hersteller Motorola bezichtigt Chinesen der Industriespionage.

New York - Das Mobilfunk-Urgestein Motorola bezichtigt den aufstrebenden chinesischen Telekomausrüster Huawei der Industriespionage.

Mehr als ein Dutzend Motorola-Mitarbeiter hätten über Jahre hinweg geheime Informationen an die Chinesen weitergegeben, erklärte das US-Unternehmen in einer Klageschrift. Der Huawei-Gründer und Verwaltungsratschef Ren Zhengfei soll persönlich in die Affäre verwickelt sein.

Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage, entgegnete der chinesische Konkurrent nach einem Bericht der Zeitung “Wall Street Journal“ vom Donnerstag. Motorola reichte die Klage vor einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Illinois ein. Als Beweis führte der amerikanische Konzern E-Mail-Korrespondenzen zwischen mittlerweile ehemaligen Mitarbeitern und dem Huawei-Management an.

Motorola stellt Mobilfunk-Geräte her, mit dem die Telekommunikationskonzerne ihre Netze aufbauen. Motorola gehört zu den ältesten Spielern der Branche. Huawei hat den Markt mit Niedrigpreisen aufgerollt und ist zu einem der größten Akteure aufgestiegen. Motorola will sich aus der Netztechnik zurückziehen und hat die Sparte erst jüngst an das finnisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks verkauft.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.