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MSCI: Vier Buchstaben mit Bedeutung

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Der MSCI ist der World Index, neben ihm gibt es aber auch noch deutschlandbekannte wie der DAX, MDax oder SDax. Foto: Frank Rumpenhorst

Dax, MDax oder Sdax: Das sind die bekanntesten Indizes in Deutschland. Weltweit bekannt ist zum Beispiel auch der MSCI. Doch was ist das eigentlich? Wie kommen Indizes eigentlich zusammen?

Stuttgart (dpa/tmn) - MSCI - diese Buchstaben lesen Anleger häufig. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich der Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International. "Dieses Unternehmen berechnet zahlreiche Indizes, die Aufschluss geben über Stimmung und Entwicklung der Kapitalmärkte",

Das erklärt Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Bekannt ist zum Beispiel der MSCI World Index, in dem die Entwicklung der Aktienpreise von über 1600 Unternehmen aus der ganzen Welt zusammengefasst sind.

Neben MSCI berechnen aber auch diverse Börsenbetreiber Indizes. In Deutschland sind die Indizes Dax, MDax oder Sdax bekannt und weit verbreitet. In den USA ist der ist DowJones-Index am bekanntesten, der vom Wall Street Journal publiziert wird. "Wie ein Index zusammengesetzt ist, entscheidet der jeweilige Anbieter nach vorher festgelegten Kriterien", erläutert Nauhauser. So enthält der MSCI World Index zum Beispiel große und mittelgroße Unternehmen aus entwickelten Industrieländern. Andere Indizes enthalten beispielsweise nur Staatsanleihen, wiederum andere nur Wertpapiere aus bestimmten Ländern oder einer Ländergruppe, etwa Schwellenländer.

Damit erklärt sich auch die Bedeutung für Anleger: "An den Indizes orientieren sich viele Fondsmanager", erklärt Nauhauser. Bei gemanagten Fonds sind Indizes oft die Benchmark, also die Vergleichsgröße, die der Fondsmanager zu übertreffen versucht. Außerdem werden börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf Grundlage der Indizes von MSCI und anderen Anbietern aufgelegt. "Diese Fonds bilden die Wertentwicklung des jeweiligen Index nach." Der Vorteil: "Wer in einen Index investiert, geht weniger Risiko ein", sagt Nauhauser. "Denn ein Index spiegelt eine durchschnittliche Wertentwicklung wider, was weniger riskant ist als die Entwicklung einzelner Wertpapiere."

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