Nach Hungerstreik: Leiharbeiter siegen vor Gericht

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VW -Leiharbeiter haben im März in Hannover in vor dem Werk von Volkswagen-Nutzfahrzeuge mit einem Hungerstreik für die Weiterbeschäftigung gekämpft.

Hannover - Zehn VW-Leiharbeiter, die für ihre Weiterbeschäftigung in den Hungerstreik getreten waren, haben vor Gericht einen Sieg errungen.

Die befristeten Arbeitsverträge von neun Klägern wurden verlängert, einer erreichte sogar einen unbefristeten Vertrag. Das teilte das Arbeitsgericht Hannover am Mittwoch mit und bestätigte Medienberichte. Nach Auffassung der Richter hatte die Firma gezielt diejenigen Arbeiter nicht weiterbeschäftigt, die gegen das Auslaufen ihrer Verträge demonstriert hatten. Dies sei ein Verstoß gegen das gesetzliche Maßregelungsverbot.

Die Hungerstreikenden hatten im Frühjahr tagelang vor dem Werkstor von VW Nutzfahrzeuge in Hannover gesessen und protestiert. Wegen des drastischen Nachfrageeinbruchs waren die ausgelaufenen Verträge von 213 Leiharbeitern zunächst nicht verlängert worden. Schließlich wurden 88 dieser Leiharbeiter im VW - Stammwerk Wolfsburg übernommen - darunter allerdings nicht diejenigen, die den Hungerstreik organisiert hatten.

Gegen das Urteil könne die beklagte VW-interne Leiharbeitsfirma Berufung beim Landesarbeitsgericht einlegen, sagte ein Gerichtssprecher. Nicht alle zehn Kläger seien noch bei der Firma beschäftigt, teilweise seien die Verträge nur um einige Monate verlängert worden.

dpa

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