Nachfrage rückläufig - insgesamt 900 der einst 2100 Zeitarbeiter betroffen

Nachfrage rückläufig: SMA trennt sich von 900 Zeitarbeitern

Niestetal. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA trennt sich bis Jahresende von 900 seiner 2100 Zeitarbeiter. Das teilte das Unternehmen gestern mit.

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Mitte Oktober erst hatte SMA angekündigt, 500 Zeitarbeiter nicht weiterbeschäftigten zu wollen und dies auch mit saisonal üblichen Auftragsrückgängen begründet. Außerdem wirkten sich die jüngsten Kürzungen der Solarförderung aus. Gerechtfertigt wird der Schritt mit dem Vorrang für die 4300 fest Beschäftigten.

Die Zeitarbeiter sind formal bei der Kasseler Leiharbeitsfirma Team-Time GmbH beschäftigt, deren Geschäftsführerin Ute Urbon ist. Sie ist die Ehefrau von SMA-Finanzvorstand Pierre-Pascal Urbon. Im Gespräch mit der HNA erklärte sie, dass „einige“ der betroffenen Mitarbeiter an andere Team-Time-Kunden vermittelt würden. Die meisten würden auf Kurzarbeit Null gesetzt. In letzterem Fall bleiben die Beschäftigten vorerst daheim und erhalten von der Arbeitsagentur 60 bis 65 Prozent ihrer bisherigen Bezüge.

Ute Urbon erklärte auf HNA-Anfrage, dass sie insgesamt 25 Kunden habe. Ungeachtet der jetzigen Entwicklung hat SMA allein in diesem Jahr etwa 1000 feste Jobs neu geschaffen. Mit dem erwarteten Nachfrageschub nach Solaranlagen im Frühjahr will SMA einen „Großteil der 900 Zeitarbeitskräfte“ zurückholen. Ein Sprecher betonte, dass man an der Umsatzprognose und an den geplanten Investitionen, „insbesondere am Sandershäuser Berg“, festhalte. Der Hersteller von Wechselrichtern, die in Solaranlagen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Wechselstrom wandeln, will 2010 bis zu 1,9 Milliarden Euro umsetzen und vor Steuern bis zu 540 Millionen verdienen. In den nächsten Jahren sollen 400 Mio. Euro investiert werden, der Großteil ins neue Werk an der A7. Vorstandssprecher Günther Cramer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (jop)

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