Ev. Kreditgenossenschaftsbank schreibt Rekordüberschuss

Nachhaltigkeit im Blick

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EKK-Vorstand Thomas Katzenmayer

Kassel. Die Evangelische Kreditgenossenschaft eG (EKK) hat im Geschäftsjahr 2009 ihr historisch bestes Ergebnis erzielt, teilte Vorstandsmitglied Thomas Katzenmayer am Montag mit. Der Überschuss stieg um 100 000 Euro auf 4,3 Millionen Euro.

Augenmerk der Geschäftspolitik der bundesweit aktiven Bank sei die Stärkung des Instituts gewesen. Dafür wurde die Eigenkapitalquote von 13,2 auf 14,2 Prozent gesteigert. Sie ist wichtig für die Kreditvergabe.

Dabei gehen die 1100 institutionellen Mitglieder aus Diakonie und Kirche in diesem Jahr nicht leer aus. Der Generalversammlung soll am 7. Juni eine Dividende von vier Prozent vorgeschlagen werden. Im Jubiläumsjahr war sie durch einen zweiprozentigen Bonus aufgepolstert worden.

Die Bilanzsumme sank um 600 000 auf 4,2 Milliarden Euro, so Katzenmayer. Dies sei auf die veränderte Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzuführen. Die EZB hatte während der Finanzmarkt-Turbulenzen verstärkt Liquidität in den Markt gepumpt. Diese Geschäfte wurden 2009 bewusst reduziert.

Besonderes Augenmerk legt die EKK künftig auf Nachhaltigkeit – sowohl bei den Eigenanlagen, als auch bei der Beratung von Kunden. So würden 90 Prozent der 310 Beschäftigten nicht über Provisionen bezahlt, sondern nach dem Bankentarif. Bei den Vorständen liege das Verhältnis bei 70 Prozent fix, der Rest werde variabel vergütet, so Katzenmayer.

Die nachhaltige Geschäftspolitik führe auch dazu, dass man nicht immer mit den Angeboten der Konkurrenz mithalten könne. So reduzierten sich die Einlagen der 87 000 Kunden von 3,8 auf 3,3 Mrd. Euro. Das lag zum einen an den Konditionen, zum anderen wechselten Kunden verstärkt in nicht bilanzielle Wertpapiere. Insgesamt verwaltet die EKK Kundengeld in Höhe von 6,4 Mrd. Euro.

Leicht rückläufig entwickelte sich das Kreditvolumen auf 1,5 Mrd. Euro, auch hier liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit und auf dem Kerngeschäft der EKK – Einrichtungen aus Kirche und Diakonie. Um sich bei Kreditwünschen ein besseres Bild etwa von Krankenhäusern zu machen, setzt die EKK auf den „Health Care Check“. Vereinfacht gesagt, prüft er Abläufe von Einrichtungen der Diakonie auf Zukunftsfähigkeit – vom Management, über die Betten-Belegung, bis zur Aufnahme. So soll das Kreditrisiko reduziert werden. „Notfallpläne“ bei denen das Gehalt des Pflegepersonals gestutzt werde, hält Katzenmayer nicht für nachhaltig.

Die Wertberichtigungen lagen 2009 mit rund sieben (6,5) Millionen Euro im Rahmen.

Von Martina Wewetzer

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