NASA nimmt rasende Toyotas unter die Lupe

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Toyota macht klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten für die Unfallserie verantwortlich.

Washington - Die NASA hat Menschen auf den Mond und Sonden zum Mars geschickt. Jetzt soll die US-Raumfahrtbehörde ein weiteres Rätsel klären: die Pannenserie beim Autoabuer Toyota.

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Das US-Verkehrsministerium holt sich bei der NASA Unterstützung bei der Aufklärung der Toyota-Pannenserie. Elektronikspezialisten der Weltraumbehörde sollen dem Grund für das ungewollte Beschleunigen bei einer ganzen Reihe von Modellen auf den Grund gehen. “Für die Sicherheit der amerikanischen Autofahrer müssen wir alles tun, um zu verstehen, was da passiert“, sagte der unter politischen Druck geratene Verkehrsminister Ray LaHood am Dienstag. Die besten Köpfe seien jetzt versammelt.

Toyota macht klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten für die Unfallserie verantwortlich, wegen der der japanische Hersteller weltweit mehr als acht Millionen Autos zurückruft, die meisten davon in den USA. Amerikanische Experten und Politiker verdächtigen stattdessen die Elektronik. Bei den meisten modernen Autos haben Computerchips die Gasseilzüge abgelöst. Neben der NASA wird auch die National Academy of Sciences ein Expertenteam stellen.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde, die LaHood untersteht, will ihren Bericht zu Toyota bis zum Spätsommer vorlegen. Kritiker hatten der Behörde mangelndes Fachwissen und zu lasches Durchgreifen vorgeworfen. Die externen Experten sollen sich auch branchenweit anschauen, inwieweit die Elektronik in modernen Autos gefährlich werden kann. Toyota selbst startete eine Qualitätsoffensive, um das verlorene Kundenvertrauen zurückzugewinnen.

dpa

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