Netz der kompetenten Hilfe

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Setzen auf Traditionen im Familienunternehmen: Sven Tilch inmitten seiner Eltern Bärbel und Manfred Tilch. Bärbel Tilch ist die Ideengeberin der umfangreichen Pflege-Dienstleistungen der Tilch-Gruppe.   

Die familiengeführte Unternehmensgruppe Tilch leitet insgesamt elf Senioren- und Pflegeeinrichtungen in Südniedersachsen. Für Unternehmensleiter Sven Tilch steht seit jeher die Menschlichkeit an oberster Stelle im Umgang mit hilfebedürftigen Menschen.

In den Senioren- und Pflegeheimen, den Behinderteneinrichtungen, beim betreuten Wohnen, in den Mehrgenerationenhäusern und in der ambulanten Pflege bestimmen Menschlichkeit, Geborgenheit und Nächstenliebe den täglichen Umgang der Menschen untereinander. Rücksichtsvoll und tolerant miteinander umgehen, so wie es sich jeder für sich selbst wünschen würde, ist der oberste Grundsatz der Unternehmensphilosophie bei Tilch. Die Betreuungseinrichtungen sind ganz unterschiedlich ausgerichtet: Da gibt es die Mehrgenerationenhäuser in Northeim und Friedland, wo Menschen mit und ohne Handicap wohnen und ein breites Angebot an stationären und ambulanten Möglichkeiten wahrnehmen können. Neben den Bewohnern werden Kinder in einer Tagesstätte betreut. Miteinander den Tag gestalten und sich gegenseitig helfen, sind die Grundlagen des Lebens im Mehrgenerationenhaus. Stationäre Einrichtungen für Senioren, Pflegebedürftige und Behinderte betreibt die Tilch-Gruppe in Northeim, Dransfeld, Friedland, Katlenburg-Lindau, Uslar, Göttingen und Groß Schneen. Sie werden zumeist ergänzt durch ein Angebot der ambulanten Pflege und Dienstleistungsangebote wie beispielsweise eine Wäscherei.

Altenpflege: Ein Beruf mit Zukunft

Die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter spielt im Pflege-Netzwerk eine große Rolle. Dafür ist eine gute Ausbildung unerlässlich. Während der dreijährigen Lehre zur Altenpflegerin werden die Auszubildenden voll in den Betreuungsalltag integriert. Sven Tilch ist es besonders wichtig, dass sich für die Auszubildenden schon während ihrer Lehre der volle Umfang des späteren Berufsbildes darstellt. Neben sozialen Kompetenzen, Kommunikationsfähigkeiten, der Bereitschaft sich zu öffnen und zu helfen, benötigen die Bewerber auch organisatorisches und planerisches Talent und Kreativität für die Tagesgestaltung. In der Ausbildung bekommen sie das nötige pflegerische und medizinische Fachwissen, um Verhaltensweisen der Senioren zu verstehen und diese bedürfnisgerecht pflegen und begleiten zu können. Dabei sind die Berufsschule und das Arbeiten mit den Ausbilderinnen in den Pflegeeinrichtungen gleichermaßen prägend. Doch gehört für Sven Tilch auch die gewöhnungsbedürftigen Aspekte, wie beispielsweise die Arbeitszeiten zur Ausbildung dazu. „Es ist mir sehr wichtig, dass die jungen Menschen schon in der Ausbildung spüren, was es bedeutet, Nacht- und Wochenenddienste zu arbeiten, denn niemandem ist gedient, wenn sie erst nach Beendigung der Ausbildung feststellen, dass dieser Rhythmus für sie nicht geeignet ist.“ Auch sollen die Auszubildenden sich in Pflegebedürftige hineinversetzen lernen. Dazu kann man sich verschiedener Hilfsmittel bedienen, die den Zustand des Alters, der Pflegebedürftigkeit, aber auch das Fremdbestimmtsein simulieren. Mit falschen Brillen und Gipsverbänden wird trainiert, wie es sich anfühlt, schlecht zu sehen oder ein Handicap zu haben. E 

E Die Auszubildenden lernen daraus, wie es Menschen empfinden, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Die Berufsschulen und die Pflegegruppe Tilch kooperieren bei der Ausbildung sehr eng. Schon lange bewährt hat sich die Zusammenarbeit mit der Berufsschule Einbeck. Ganz neu hat Tilch nun einen Kooperationsvertrag mit der Berufsschule Duderstadt geschlossen. Hier sollen vor allem die Schüler aus Göttingen und dem Eichsfeld ausgebildet werden.

340 Leute arbeiten für Tilch

Der vertrauensvolle Umgang und die Wertschätzung der 340 Mitarbeiter an elf Standorten zeigt sich in ihrer Zufriedenheit. Um diese zu überprüfen, ließ sich Tilch vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen im Rahmen der Top Job Prüfung beurteilen und landete unter den 100 besten deutschen mittelständischen Unternehmen auf Platz fünf. Mit hervorragenden Ergebnissen zählt das Unternehmen zu den besten Teilnehmern des Jahres 2010. Außerdem gehörte es 2011 zu den 100 innovativsten Unternehmen des Mittelstands. Der Erfolg der Studien liegt zum großen Teil im Führungsstil begründet. Unter dem Motto „fördern, fordern, Feedback geben“ werden die Mitarbeiter bei Tilch zu großer Eigenverantwortung angeleitet. Sie bekommen eigene Projekte übertragen, die sie selbst durchdenken und zur Reife bringen. In kleinen institutsübergreifenden Arbeitsgruppen werden Spezialthemen in Eigenregie erarbeitet. Das ist eine große Herausforderung und ein Vertrauensbeweis der Geschäftsführung. Für ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt bekommen die beteiligten Mitarbeiter Sonderurlaub gewährt. Beim internen Beschwerdemanagement, Mitarbeiterbefragungen und regelmäßigen Teammeetings werden unklare Punkte besprochen und auf Unzufriedenheiten eingegangen. Sven Tilch ist überzeugt: „90 Prozent aller Kommunikationsprobleme beruhen auf Missverständnissen“. Daher werden Missstimmungen besprochen und geklärt. Dass sich ausnahmslos alle Beschäftigten an der Top Job-Befragung beteiligt haben, macht Tilch stolz: „Die Begeisterung und Identifikation unserer Mitarbeiter kann man gar nicht genug wertschätzen“. Natürlich brachte die Befragung auch bisher unausgesprochene Unzufriedenheiten zutage. Doch das war der Hauptgrund für Sven Tilch, sich der St. Gallener Studie zu stellen. „Man bekommt eine Außenansicht, auf deren Ergebnis man dann reagieren kann.“ Er sieht in der Studie die Möglichkeit Dinge zu verbessern und auf Unzufriedenheiten einzugehen, die bisher nicht aufgefallen waren. So lässt sich die Qualität der Angebote kontinuierlich weiterentwickeln, denn zufriedene Mitarbeiter wirken sich sehr positiv auf das Wohlgefühl der Bewohner aus.

Hintergrund

Baubeginn von 18 barrierefreien Wohneinheiten in Göttingen: Die Wohnungen mit einer Größe von etwa 42 Quadratmetern verfügen jeweils über zwei Zimmer, eine Singleküche und ein Bad, zusätzlich befinden sich auf den einzelnen Etagen Gemeinschaftsräume und Sozialräume. Die Idee vom Mehrgenerationenhaus der Gemeinde Friedland wird hier weiter umgesetzt und ergänzt das Angebot der Tilch-Unternehmen im städtischen Bereich. Die gesamte Wohnanlage liegt sehr zentrumsnah (400 Meter entfernt) und verfügt dennoch über einen großzügig angelegten Park mit einer Größe von 8500 Quadratmetern. Riesige Baumdenkmäler und Freiflächen wechseln sich mit Rhododendreninseln ab. Eine Bushaltestelle des Stadtbusses ist direkt vor der Tür. Bezugsfähig sind die Wohnungen voraussichtlich am 24. September 2012. Im Vorfeld stehen die Wohnungen bereits vom 22. bis 23. September dem weltbekannten Männerchor Montanara Chor aus Cortina d´Ampezzo zur Verfügung. Der Chor gastiert in Südniedersachsen für ein Konzert der Tilch-Heime in Volpriehausen am 22. September ab 18 Uhr. Die Karten kosten 17 Euro pro Person. Diese können bereits jetzt bei der Tilch-Verwaltungsgesellschaft unter T 0 55 51/ 60 90 30 erworben werden.

Kontakt

Tilch Verwaltungsgesellschaft mbH

Sultmerberg 2

37154 Northeim

 0 55 51 / 60 90 30

E-Mail: info@tilch-pflege.de

www.tilch-pflege.de

Von Juliane Hofmann

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