Das Versprechen des neuen Apple-Chefs

New York - Der neue Apple-Chef Tim Cook hat in seiner ersten E-Mail an die Mitarbeiter versprochen, dem Geist des Technologie-Pioniers treu zu bleiben.

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“Ich möchte, dass Ihr sicher seid, dass sich Apple nicht verändern wird“, schrieb Cook am Donnerstag in dem Brief, der von mehreren Online-Diensten veröffentlich wurde. Cook steht vor der großen Herausforderung, in die Fußstapfen des Technik-Visionärs Steve Jobs zu treten, der ihm den Chefposten übertrug. “Wir werden weiterhin die besten Produkte der Welt bauen, die unsere Kunden begeistern“, munterte der 50-jährige Cook seine Mitarbeiter auf. Er sei überzeugt, dass die besten Jahre noch vor Apple lägen.

Rücktritt bei Apple: Steve Jobs im Portrait

Steve Jobs hat die Computer verwandelt. Aus einem Utensil weltfremder Stubenhocker wurde dank seiner Hilfe ein unverzichtbarer Bestandteil des modernen Lebens. © ap
Jobs schuf immer schlankere Geräte, kultivierte ein minimalistisches Design und brachte ein Sensationsprodukt nach dem anderen auf den Markt, auch wenn die Wirtschaft und seine Gesundheit kriselten. Aus Apple machte er das wertvollste Technologieunternehmen der Welt. © ap
Jobs wurde am 24. Februar 1955 geboren und wuchs in Kalifornien auf. Sein Studium in Portland brach er nach nur einem Semester ab. “Ich hatte keine Idee, was ich mit meinem Leben anfangen wollte und keine Idee, wie mir die Universität hätte helfen können, das herauszufinden“, sagte er später. © ap
Jobs kehrte nach Kalifornien zurück und erkannte in einem Computerclub das Potenzial der Rechenmaschinen. In der Garage seiner Eltern schraubten er und sein Schulfreund Steve Wozniak ihre erste Kreation zusammen: den Apple I - ein Computer ohne Gehäuse, Tastatur und Monitor. Im Jahr darauf folgte ihr erstes Massenprodukt, und mit gerade mal 25 Jahren war Jobs 100 Millionen Dollar wert. © ap
Jobs erkannte das Potenzial in den Konzepten anderer Firmen und verbesserte es. Er hat mit Apple weder den Computer erfunden noch Abspielgeräte oder Smartphones. © dpa
Aber Apple schuf daraus Geräte für Menschen, die keine Lust haben, ihre Computer selbst zu programmieren oder technischen Zirkus zu veranstalten, um ihre Geräte am Laufen zu halten. “Wir waren ziemlich schamlos beim Stehlen großer Ideen“, sagte er später. © dpa
1985 wurde Jobs bei Apple aus der Firma gedrängt. Er fühlte sich am Boden zerstört. Doch als Neuanfänger ohne Erfolgsdruck entwickelte er neue Kreativität. 1997, als Apple in Schwierigkeiten steckte, kehrte Jobs zurück. © dpa
Ein Jahr später brachte Apple den iMac mit buntem Plastikgehäuse auf den Markt, zwei Jahre später das iPod, mit dem seine Nutzer 1.000 Songs in die Tasche stecken und abspielen konnten. 2007 erfand Apple mit dem iPhone das mobile © dpa
Telefonieren neu, und drei Jahre später kam das iPad. © dpa
Wenn Jobs seine Neuheiten vorstellte, fast immer in ausgewaschenen Jeans und schwarzem Rollkragenpullover, hingen Millionen Apple-Jünger an seinen Lippen. © dpa
Investoren verfolgten seine Auftritte aber auch, um zu sehen, wie es um Jobs' Gesundheit bestellt war. 2004 gab Jobs bekannt, dass er von Bauchspeicheldrüsenkrebs kuriert worden war. © dpa
2009 sah er sich gezwungen, eine sechsmonatige Auszeit zu nehmen, während der ihm eine neue Leber eingepflanzt wurde. Anfang diesen Jahres musste er zum dritten Mal pausieren. © dpa
Im März stellte er zwar noch die zweite Generation des iPad vor, doch im August gab er den Posten des Vorstandsvorsitzenden auf. Jobs wechselt in den Aufsichtsrat. © dpa

Der mit schweren Gesundheitsproblemen kämpfende Jobs hatte am späten Mittwoch den Posten des Konzernchefs abgegeben und den Vorsitz im Verwaltungsrat übernommen. Der Apple-Mitgründer gilt als treibende Kraft hinter Apples Erfolgen wie das iPhone-Handy und der Tablet-Computer iPad. Die Anleger sahen den Rückzug von Jobs entspannt. Die Aktie gab am Donnerstag nur um 0,65 Prozent nach und schlug sich damit besser als der Gesamtmarkt - der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,95 Prozent. Jobs' Gesundheitsprobleme waren schon lange bekannt, und er hatte das Tagesgeschäft bereits vorher weitgehend Cook anvertraut.

dpa

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