Neuer Kaliriese in Osteuropa: Uralkali-Silvinit greift nach Belaruskali

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Sulejman Kerimow

Minsk/kassel. In Russland könnte mit einem Marktanteil von fast 33 Prozent schon bald der mit großem Abstand größte Kaliproduzent der Welt entstehen.

Weil Weißrussland vor dem Staatsbankrott steht und sich von Staatsvermögen trennen muss, erwägt Präsident Alexander Lukaschenko den Verkauf des staatlichen Konzerns Belaruskali. Nach unbestätigten Medienberichten könnte der russische Oligarch Sulejman Kerimow zugreifen, der den jetzt schon weltweit größten Kali-Anbieter Uralkali-Silvinit kontrolliert. Lukaschenko fordert 20,8 Milliarden Euro für Belaruskali.

Auswirkungen auf den Kasseler Kali-Erzeuger K+S werden nicht erwartet. Denn dort, wo sich die Konkurrenten ins Gehege kommen, nämlich auf den Exportmärkten, treten die osteuropäischen Produzenten über die gemeinsame Vertriebsgesellschaft Belarus Potash Corporation (BPC) schon lange als ein Anbieter auf. Das tun auch die Nordamerikaner mit dem Gemeinschaftsunternehmen Canpotex.

K+S dagegen vermarktet seine Produkte allein. Die Kasseler wären mit einem Weltmarktanteil von 10,9 Prozent nach Uralkali-Silvinit-Belaruskali, PCS (15,6/Kanada) und Mosaic (14,3/USA) die weltweite Nummer vier. Das Kasseler Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab. (jop)

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