Neuer Milliardenauftrag für Airbus

+
Hong Kong Airlines soll einem Zeitungsbericht zur Folge zehn A 380 bestellt haben.

Toulouse - Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einem Bericht zufolge einen Milliardenauftrag aus China erhalten. Die Riesenflieger sollen 2015 eingesetzt werden.

Die chinesische Fluggesellschaft Hong Kong Airlines wolle zehn Airbus A380 kaufen, berichtete die “Financial Times“ am Samstag unter Berufung auf die Fluggesellschaft. Der Listenpreis liege bei 3,8 Milliarden Dollar (rund 3 Mrd Euro). Airbus werde 2015 mit der Auslieferung der Riesenflugzeuge beginnen.

Airbus wollte den Bericht nicht bestätigen. Sprecher Stefan Schaffrath sagte, neue Aufträge sollten am 17. Januar bekanntgegeben werden. Er bestätigte, ein solcher Auftrag hätte einen Listenpreis im Volumen von rund 3,8 Milliarden Dollar, basierend auf einem Stückpreis von rund 375 Millionen Dollar.

Üblich sind bei Flugzeugbestellungen allerdings Rabatte in prozentual zweistelliger Höhe.

Gigant der Lüfte: Der Airbus A380

Der Airbus A380 hoch über den Wolken.
Der Airbus A380 hoch über den Wolken. Der Gigant der Lüfte ist derzeit das größte Verkehrsflugzeug der Welt © dpa
Rumpfsektion für das Airbus-Großraumflugzeug A380
Die erste, 2004 in Hamburg fertiggestellte Rumpfsektion für das Airbus-Großraumflugzeug A380 © dpa
Airbus A380 steht 2006 in der Lackierhalle auf dem Airbus-Werksgelände
Fertig: Der erste in Hamburg-Finkenwerder lackierte Airbus A380 steht 2006 in der Lackierhalle auf dem Airbus-Werksgelände © dpa
Ein Cockpit-Segment eines Airbus A380
Ein Cockpit-Segment eines Airbus A380 wird im Januar 2009 vom neuen A380-Transportschiff "City of Hamburg" an der Airbus Kai-Anlage in Hamburg-Finkenwerder entladen © dpa
Airbus A380
Der erste Airbus A380, der im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder an die arabische Airline Emirates ausgeliefert wurde, startete am 29.07.2008 vom Werksflughafen in Hamburg-Finkenwerder Richtung Dubai © dpa
 Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder
Egal, wo der Super-Vogel abhebt, er sorgt für Aufsehen: Tausende Airbus-Mitarbeiter feiern  im Juli 2008 im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder die Auslieferung des ersten Airbus A380 an Emirates © dpa
 ILA auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld
Zuschauer verfolgen im Mai 2008 auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld bei einer Luftfahrtschau, wie der Airbus A380 abhebt © dpa
Der Riesenflieger 2008 in Indien bei einer Flugzeugmesse
Der Riesenflieger 2008 in Indien bei einer Flugzeugmesse © dpa
Airbus A380  2007 auf dem Flughafen in Hamburg-Fuhlsbüttel
Jede Menge Bewunderer: Ein Airbus A380 steht während der Airport Days 2007 auf dem Flughafen in Hamburg-Fuhlsbüttel © dpa
Airbus A380
Der Vogel von unten: Die Spannweite des Riesenfliegers beträgt knapp 80 Meter, die Länge der Maschine liegt bei 72, 3 Metern © dpa
Frankfurt am Main im Cockpit des A380
Wunderwerk der Technik: Ein Testpilot sitzt 2007 auf dem Flughafen in Frankfurt am Main im Cockpit des A380 © dpa
Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz im Flugsimulator für den Airbus A380 bei der Fluggesellschaft Emirates in Dubai mit Kapitän Cliff Chetcuti
Auch Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, will mit diesem Vogel abheben: Hier im Flugsimulator für den Airbus A380 bei der Fluggesellschaft Emirates in Dubai mit Kapitän Cliff Chetcuti © dpa
Airbus A380
So lässt es sich fliegen: Das Bad erster Klasse im Riesenflieger - alles vom Feinsten © dpa
Na dann gute Nacht: Ein Passagier entspannt während des Fluges im A380 in einem Liegesessel der 1. Klasse
Na dann gute Nacht: Ein Passagier entspannt während des Fluges im A380 in einem Liegesessel der 1. Klasse © dpa
Bar im Airbus A380
Drink gefällig? Eine Bar im Airbus A380 © dpa
Airbus A380
Entspannen können die Fluggäste auch im Salon  © dpa
Der Erste-Klasse-Bereich Airbus A380
Der Erste-Klasse-Bereich © dpa
Airbus A380 
Kein Halsverrenken mehr, wenn man den Monitor nicht gut im Blick hat. Jeder Passagier hat seinen eigenen Bildschirm © dpa
 Airbus A380
Auch die australische Airline Qantas fliegt seit  2008 einen Airbus A380 © dpa

Wie die Zeitung weiter berichtete, hatte die chinesische Regierung im Streit um den europäischen Emissionshandel in der Luftfahrt damit gedroht, das Geschäft mit Airbus platzen zu lassen. Seit dem 1. Januar brauchen Airlines Lizenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen, wenn sie von, nach oder innerhalb von Europa fliegen. Der Chef des chinesischen Luftfahrtverbands Cata hatte Medienberichten zufolge angekündigt, China werde sich nicht am EU-Handel mit Luftverschmutzungsrechten beteiligen.

Airbus war im vergangenen Jahr erneut der weltgrößte Flugzeugbauer. Zwar konnte der US-Erzrivale Boeing die Zahl seiner Auslieferungen auf 477 Maschinen steigern, wie der Konzern am Donnerstag mitgeteilt hatte. Airbus jedoch kommt nach Angaben aus Branchenkreisen auf mehr als 530 Jets.

Angesichts einer überalterten Flotte, schärferer Umweltauflagen, höherer Kerosinpreise und steigender Passagierzahlen in den Schwellenländern hatten die Fluggesellschaften im vergangenen Jahr massenhaft Bestellungen aufgegeben. Airbus hatte dabei vor allem mit seinem modernisierten Kurz- und Mittelstreckenjet A320neo abgeräumt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.