Ausfälle über Pfingsten möglich

Bahnstreik mit offenem Ende: Das müssen Fahrgäste wissen

Auf die Kunden der Deutschen Bahn kommt der längste Streik in der Geschichte des Unternehmens zu. Hier finden Sie Informationen und nützliche Links zum Thema.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigt ab Mittwoch einen neuen Bahn-Streik an. Die Lokführer wollen die Deutsche Bahn noch länger lahmlegen als beim letzten Mal. Bereits am Dienstag startet die GDL damit den Güterverkehr zu bestreiken.

Wer jetzt schon weiß, dass er in den Sreik-Tagen eine Reise machen muss, sollte sich rechtzeitig um Alternativen, beispielsweise einen Mietwagen kümmern. Sie gehen damit kein großes Risiko ein“, so Falk Murko von der Stiftung Warentest. Bei einer Buchung über Internetportale wie billiger-mietwagen.desei in der Regel eine Stornierung 24 Stunden vor Mietbeginn möglich. Wird gestreikt, stehe der Mietwagen dem Kunden zu.

www.fernbusse.de

Wer auf den Fernbus umsteigen will, sollte sich die Konditionen der Anbieter anschauen. Solange die Streikzeiten nicht feststehen, bleibt das Planen im Detail schwierig – und die Regelungen für Umbuchungen und Stornierungen sind unterschiedlich. Bei Meinfernbus ist beides bis 15 Minuten vor Abfahrt möglich. Wer nicht fahren möchte, erhält einen zwölf Monate gültigen Gutschein oder den Fahrpreis zurück – mit einem Storno-Abschlag von 15 Euro. Tickets von Flixbus lassen sich bis zu 24 Stunden vor Abfahrt zurückgeben. Die Stornokosten liegen bei 15 Euro.

Was mache ich, wenn mein Zug ausfällt?

Ersatzfahrplan, Verbindungsanfragen, Erstattungsformular bei der Bahn

Ein Ersatzfahrplan soll die Folgen des Sreiks auch im Regionalverkehr abmildern. Nach Angaben eines Bahn-Sprechers soll er am Dienstagnachmittag im Internet veröffentlicht werden. Fahrgäste, die aufgrund streikbedingter Zugausfälle ihre Reise nicht antreten konnten, können ihre Fahrkarte und ihre Reservierung zurückgeben und den Preis im DB Reisezentrum erstattet bekommen. Auch wenn sich eine Verspätung von mehr als 60 Minuten abzeichnet, kann der Reisende auf die Fahrt verzichten und den Fahrpreis zurückverlangen.

Ab welcher Verspätung bekommen Bahnfahrer eine Entschädigung?

Regelungen über Vergütungen und Sonderrechte für Bahnkunden im Streikfall.

Kommt ein Fahrgast mindestens eine Stunde zu spät am Ziel an, muss das verantwortliche Bahnunternehmen ihm 25 Prozent des Fahrpreises erstatten. Bei zwei Stunden Verspätung sind es 50 Prozent. Der Aufpreis für den ICE-Sprinter wird schon ab 30 Minuten Verspätung des Sprinters erstattet. Maßgeblich ist die Ankunftszeit am Zielort.

Wird im schlimmsten Fall eine Übernachtung nötig, muss die Bahn die Kosten für ein Hotelzimmer tragen. Bei einer zu erwartenden Verspätung von 20 Minuten am Zielbahnhof kann der Fahrgast einen anderen Zug nehmen – auch einen höherwertigen.

Wie kann ich eine Entschädigung beantragen?

Das Beschwerdeformular ist in den Servicezentren der Bahn oder im Internet erhältlich. Das Formular können Reisende in den Fahrkarten-Verkaufsstellen einreichen. Wer keine Bestätigung für die Verspätung hat, nur eine Kopie der Fahrkarte einreichen will oder etwa eine Zeitkarte besitzt, muss sich per Post an das Service-Center Fahrgastrechte wenden. (dpa/AFP)

Infos der Deutschen Bahn:

- Alle Fahrplaninformationen können telefonisch abgerufen werden. Ab sofort ist die kostenlose Servicenummer 08000/ 996633 geschaltet.

- Tagesaktuelle Reiseverbindungen – sowie Umsteigeverbindungen und zusätzliche Halte während des Streiks – können über die Live-Auskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/liveauskunft abgefragt werden. Reisende haben außerdem die Möglichkeit, mit ihren DB Fahrkarten auf die Fernbusse der DB (IC Bus und berlinlinienbus.de) auszuweichen, sofern freie Plätze verfügbar sind.

Weitere Artikel zum Bahn-Streik:

- Neuer Bahn-Streik: Die wichtigsten Fragen und Antworten

- CSU-General fordert "Pflicht-Schlichtung"

Rubriklistenbild: © dpa

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