Bis 2016

Niedrige Zinsen: Bund spart 20 Milliarden

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Blick auf Euro-Geldscheine.

Berlin - Das niedrige Zinsniveau bringt dem Bund einem Bericht zufolge eine Milliarden-Entlastung. In den kommenden drei Jahren müssen 20,1 Milliarden Euro weniger gezahlt werden als erwartet.

Das allgemein niedrige Zinsniveau erspart Deutschland bis 2016 nach einem Medienbericht rund 20,1 Milliarden Euro an Ausgaben. Wie die "Bild"-Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf Berechnungen des Bundesrechnungshofes schreibt, muss der Bund kommendes Jahr insgesamt 5,3 Milliarden Euro weniger an Zinsen zahlen als ursprünglich erwartet. Für 2015 werden demnach 6,1 Milliarden Euro und 2016 sogar 8,7 Milliarden Euro weniger als im vergangenen Finanzplan veranschlagt.

Laut dem Rechnungshof musste der Bund im Jahr 2000 im Schnitt noch fünf Prozent Zinsen an seine Gläubiger zahlen, berichtete "Bild". Im vergangenen Jahr seien es nur noch 0,68 Prozent gewesen.

Steuereinnahmen bis 2017 14 Milliarden Euro höher als erwartet

Für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist dies eine weitere gute Nachricht nach der Herbstprognose des Arbeitskreises Steuerschätzung, die sein Ressort Anfang November veröffentlicht hatte. Demnach dürften die Steuereinnahmen in Deutschland bis 2017 um 14 Milliarden Euro höher ausfallen als zuvor erwartet. Profitieren würden in erster Linie Länder und Kommunen, während der Zuwachs für den Bund begrenzt bleibe, hieß es seinerzeit. Schäuble will die Gesamtverschuldung binnen zehn Jahren von 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf die im EU-Stabilitätspakt vorgesehene Höchstmarke von 60 Prozent drücken.

AFP/dpa

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