Investieren in der Niedrigzinsphase: So legen Sie Ihr Geld richtig an

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Trotz der Niedrigzinsphase lohnt es sich, Ihr Geld zu investieren. Lesen Sie unsere Tipps!

ANZEIGE – Stecken Sie Ihr Geld heute in vermeintlich rentable Anlageformen wie Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld, erzielen Sie kaum Rendite. Dennoch können Sie von der Niedrigzinsphase profitieren und Ihr Geld sinnvoll investieren. Hier erfahren Sie, wie Sie am besten vorgehen.

Kassensturz machen und Perspektiven ausloten 

„Dieser Weg wird kein leichter sein“, lautet ein Song von Popstar Xavier Naidoo aus dem Jahr 2005. Heute passt dieser Titel mehr denn je, wenn Sie als Anleger in Ihre Altersvorsorge oder zum Vermögensaufbau investieren. Dennoch stehen Ihnen trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase mehrere Optionen offen. Definieren Sie zunächst Ihre finanziellen Ziele und überprüfen Sie Ihre Kapitalreserven – etwa mit einem unkomplizierten Finanzcheck. So wissen Sie, wieviel Geld Sie investieren können.

Niedrigzinsphase für günstige Kredite nutzen

Niedrige Zinsen bedeuten niedrigere Rückzahlungsraten – das bringt Ihnen Vorteile, wenn Sie einen Kredit aufnehmen. Planen Sie zum Beispiel, ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu kaufen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Der effektive Jahreszins für Immobilienkredite liegt häufig nur zwischen ein und zwei Prozent – abhängig von der Darlehenssumme und der Laufzeit. So finanzieren Sie Ihre Immobilie günstig. Voraussetzung: Sie besitzen genügend Eigenkapital und Sicherheiten für Ihre Bank. 

Damit Sie sorgenfrei einen Kredit aufnehmen können, sollten Sie mindestens 30 Prozent des Bau- oder Kaufpreises Ihrer Immobilie als Eigenkapital vorweisen. Bereits ein paar Prozent mehr Eigenkapital wirken sich vorteilhaft auf die Zinshöhe und damit auf Ihre Ratenzahlungen aus. Diese fallen umso niedriger aus, je mehr eigenes Geld Sie in Ihre Wunschimmobilie stecken. 

Wichtig: Sie profitieren, wenn Sie in der Niedrigzinsphase einen Kredit mit einem festen Zinssatz und einer möglichst langen Zinsbindung wählen – im Idealfall für 15 bis 20 Jahre. 

Für Risikofreudige: Bankanleihen und Aktienfonds kaufen 

Wenn Sie einer Bank Geld leihen, winkt Ihnen eine ansehnliche Rendite. Wie das geht? Investieren Sie in Bankanleihen über einen langfristigen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren. Dazu benötigen Sie nur ein Online-Wertpapierdepot beim gewählten Institut und schon werden Sie zum Gläubiger. 

Sie leihen der Bank Geld und erhalten dafür regelmäßig Zinsen. Am Ende der Laufzeit überweist Ihnen das Geldinstitut den Kredit zurück. Im Schnitt springt bei einer zehnjährigen Laufzeit eine Rendite zwischen zwei und drei Prozent heraus. Allerdings müssen Sie für eine hohe Rendite sogenannte Nachranganleihen kaufen. Das bedeutet, Sie stehen als Gläubiger für Ihre Bank gerade, sollte diese in Schieflage geraten und insolvent werden. In diesem Fall verlieren Sie Ihr angelegtes Geld. 

Der Handel mit Aktien gilt unter Experten als profitable, wenn auch riskante Anlageform. Ihr Risiko mildern Sie jedoch ab, indem Sie langfristig in Aktienfonds investieren. Dabei kaufen Sie ein Bündel von Wertpapieren und streuen so die enthaltenen Aktien breit. Damit machen Sie sich davon unabhängig, wie ein einzelnes Unternehmen an der Börse agiert. Sinkt der Kurs eines Wertpapiers und Ihnen droht ein Verlust, stellen Sie mit dem Kursgewinn einer anderen Aktie die Balance wieder her. 

Mit einem Indexfonds sparen sie Kosten und haben trotzdem Aussicht auf eine hohe Rendite. Indexfonds bauen populäre Aktienindexe wie etwa den DAX automatisch nach und übernehmen so auch dessen Wertentwicklung. Da sich diese Indexfonds wie das „Original“ verhalten, ist kein Fondsverwalter nötig. Das verhindert Managementfehler und damit potenzielle Verluste für Sie. Zugleich reduzieren sich die Gebühren, die bei einem klassischen Aktienfonds fällig werden. 

Für Sicherheitsbedürftige: In Genossenschaftsanteile und Festgeld investieren 

Denken Sie daran: Wenn Sie Ihr Geld unter der Matratze horten, vermehrt es sich erst recht nicht. Auch für konservative Anleger lohnt es sich, in der Niedrigzinsphase zu investieren. Kaufen Sie zum Beispiel Anteile von Wohnungsgenossenschaften oder genossenschaftlich organisierten Geldinstituten. Dazu müssen Sie zwar Mitglied beziehungsweise Bankkunde sein, erwerben Anteile aber bereits für wenige Hundert Euro. 

So ergibt sich für beide Seiten eine Win-Win-Situation: Die Genossenschaften besorgen sich billiger Geld als am Kapitalmarkt und Sie profitieren von einer Rendite zwischen zwei und vier Prozent. Kündigen Sie irgendwann die Mitgliedschaft, erhalten Sie Ihre Einlage zurück. Da die Genossenschaften untereinander haften für den Fall, dass ein Mitglied des Verbunds pleitegeht, ist Ihr Risiko gering. Zudem können Sie als Mitglied einer Wohnungsgenossenschaft nach etwas Wartezeit günstigen Wohnraum beziehen. 

Die sicherste Geldanlage bleibt das Festgeldkonto. Dabei entscheiden Sie sich für eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Ihr Geld legen Sie von Anfang an zu einem festen Zinssatz an. Je länger die Laufzeit, desto besser der Zinssatz. Je nach Bank liegt er zwischen 1,3 und 1,5 Prozent. Sie können zwar während der Laufzeit nicht auf Ihr Geld zugreifen, dafür ist es aber geschützt angelegt.

In Zusammenarbeit mit Deutsche Bank

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