Nike glänzt mit Zahlen

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Der Nike-Gewinn fiel zwar höher als erwartet aus. Analysten hatten sich beim Umsatz aber mehr erhofft. Foto: Jens Wolf

Beaverton (dpa) - Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike sprintet dem Konkurrenten Adidas weiter davon.

Am Donnerstag legte der Konzern aus Oregon seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal (Ende Februar) vor, die nicht nur besser ausfielen als erwartet. Nike wuchs auch vor der Haustür von Adidas zweistellig.

Vor allem bei Sportschuhen haben die Amerikaner derzeit die Nase weit vorn. Gebremst werden könnte der US-Konzern in diesem Jahr allerdings von dem starken Dollar, warnte Finanzchef Don Blair. Nike werde daher wohl etwas langsamer wachsen.

Der Nike-Aktie tat dies keinen Abbruch. Sie stieg im nachbörslichen Handel in New York am Donnerstag um über vier Prozent und auch in Frankfurt legte das Papier am Tag darauf ähnlich stark zu.

Adidas-Papiere lagen zuletzt mit 0,18 Prozent im Plus. Die Aktien des im SDax notierten Herstellers Puma verbesserten sich deutlicher um 2,31 Prozent. Händlern zufolge sorgten die Nike-Zahlen für gute Stimmung, die auch auf die Konkurrenten abstrahlte.

Der weltgrößte Sportartikelhersteller steigerte von Dezember bis Februar seinen Nettogewinn um 16 Prozent auf 791 Millionen Dollar (744 Mio Euro). Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum um sieben Prozent auf 7,46 Milliarden Dollar zu.

Den Heimvorteil konnte Nike geschickt nutzen und steigerte den Nordamerika-Umsatz um sechs Prozent auf 3,25 Milliarden Dollar. Die Auftragseingänge für Waren, die von März bis Juli ausgeliefert werden, zogen um satte 15 Prozent an.

Dies lässt erahnen, dass die Geschäfte für Nike auch in den kommenden Quartalen gut laufen werden. Aber auch in Westeuropa machte der Konzern Boden gut. Hier wuchsen die Erlöse im Berichtsquartal um 10 Prozent, währungsbereinigt betrug das Plus sogar 21 Prozent.

Adidas hat es hingegen schwer gegen die Konkurrenz aus Übersee. Nicht nur war der Konzern zuletzt wesentlich stärker als Nike vom Einbruch des Golfmarktes und der Krise in Russland betroffen.

Die Franken hatten in der Vergangenheit auch einige kapitale Fehler gemacht, die sich nun rächen. Zu lange wurde auf Schwellenländer gesetzt und dagegen zu wenig in coole Produkte und zugkräftige Werbestars in etablierten Märkten wie Westeuropa und USA investiert.

Im Sommer vergangen Jahres wurden die Franken in den USA sogar von dem wesentlich kleineren Konkurrenten Under Armour überrundet, der sich nun anschickt, Adidas auch in Europa stärker zu attackieren.

Weitere Konkurrenz droht Adidas aus unmittelbarer Nachbarschaft. Die weltweite Nummer drei Puma will nach etlichen Jahren des Umbaus und der Neufindung wieder

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