Noch drei Jahre bis zur Eröffnung des Hauptstadtflughafens

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Die Manager des künftigen Hauptstadtflughafens haben nun doch öffentlich einen Zeitplan bis zur Inbetriebnahme genannt. Er steht für Hoffnung und Skepsis zugleich. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Motzen (dpa) - Für den Hauptstadtflughafen in Schönefeld gibt es einen neuen Zeitplan: Er soll spätestens Ende 2017 eröffnet werden. Als Terminziel gelte jetzt das zweite Halbjahr 2017, sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Bretschneider.

Dort tagte der Flughafen-Aufsichtsrat. Geschäftsführer Hartmut Mehdorn sprach präziser von Juni bis September 2017 als angestrebtem Zeitraum für die Inbetriebnahme.

Das derzeit größte Bauvorhaben in der Region Berlin steckt seit 2010 in der Krise. Seit fast zwei Jahren gab es für das Milliardenprojekt keinen Eröffnungstermin mehr. Zu den Ursachen zählen Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme.

Bis März 2016 soll der Flughafen nun baulich fertiggestellt sein, sagte Flughafen-Technikchef Jörg Marks. Danach folgten die Abnahmen durch die Behörden. "Diese Abnahmeprozesse sind im Detail noch unscharf", dadurch ergebe sich ein "Terminband". Dieses sei in Zusammenarbeit sämtlicher am Bau beteiligter Firmen und Planungspartner entstanden.

Den bereits mehrmals erhöhten Kostenrahmen von zuletzt 5,4 Milliarden Euro bezeichnete Marks als "in Ordnung". Der Aufsichtsrat wollte sich auch mit einer möglichen Erweiterung des Flughafens befassen, der für 27 Millionen Passagiere ausgelegt ist. Er wird nach Ansicht Mehdorns bereits zu Beginn überlastet sein.

Der Flughafenchef dringt deshalb auf ein zweites, kleineres Terminal, dass 8 bis 10 Millionen Fluggäste pro Jahr zusätzlich bewältigen soll. Ob der Aufsichtsrat dazu einen Beschluss fasste, wurde zunächst nicht bekannt. Ein Nachfolger für den ausgeschiedenen Aufsichtsratschef, den ehemaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), wurde noch nicht gewählt.

Aus Sicht der Grünen im Bundestag ist völlig offen, ob das Fiasko um den Flughafen 2017 ein Ende haben wird. "Wir brauchen endlich Klarheit über die Gesamtkosten", forderte Fraktionsvize Oliver Krischer. Ohne eine ordentliche detaillierte Finanzplanung dürfe es kein Geld mehr vom Staat geben.

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