HSH Nordbank: 530 Millionen Euro Verlust

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HSH Nordbank versenkt im ersten Halbjahr 530 Millionen Euro.

Hamburg/Kiel - Die HSH Nordbank ist im ersten Halbjahr mit mehr als einer halben Milliarde Euro in die Verlustzone gerutscht. Das Minus betrug unterm Strich 537 Millionen Euro.

Vor einem Jahr hatte die Landesbank noch 145 Millionen Euro verdient. Einer guten Ertragslage im laufenden Geschäft stand eine um 771 Millionen Euro auf knapp 1,2 Milliarden Euro erhöhte Risikovorsorge im Kreditgeschäft gegenüber.

Viele Privatleute und Unternehmen können angesichts der fortschreitenden Wirtschaftskrise ihre Raten nicht mehr zahlen. Nach dem ersten Quartal hatte die HSH Nordbank einen Verlust von 239 Millionen Euro ausgewiesen. Hinzu kamen Belastungen aus dem Umbau und der Rettung der Bank. Die Neuaufstellung alleine kostete im ersten Halbjahr 72 Millionen Euro, dazu kamen 150 Millionen Euro an Gebühren für Bürgschaften und Garantien von Bund und Ländern.
Die HSH Nordbank war durch die Finanzkrise schwer ins Schlingern geraten und musste mit Milliardenbürgschaften des Staates stabilisiert werden. Derzeit werden problematische Geschäfte abgebaut oder in eine interne “Bad Bank“ ausgelagert. Hamburg und Schleswig-Holstein hatten im Zuge der Rettung 3 Milliarden Euro in die Landesbank gepumpt und stehen zusätzlich für Ausfälle in Höhe von 10 Milliarden Euro gerade. Abschreibungen im Gefolge der Finanzkrise hatten im gesamten Vorjahr nach abermals revidierten Zahlen zu einem Rekordverlust von 2,8 Milliarden Euro geführt. Zuletzt geriet das Unternehmen wegen millionenschwerer Prämien erneut in die Kritik.

dpa

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