Erfolgsstory: Umschlag Schiene Strasse im Güterverkehrszentrum Kassel

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30000 Umschläge im Jahr im Tag- und Nachtbetrieb.

Seit zehn Jahren ist der Umschlagbahnhof im GVZ Kassel in Betrieb. Das Angebot für die Logistikbranche in der Region hat das Gewerbegebiet Industriepark Kassel zu einem höchst attraktiven Wirtschaftsstandort gemacht.

Mitte der 1990er-Jahre konzipierte Stadt und Landkreis Kassel über den Zweckverband Raum Kassel die Entwicklung des Güterverkehrszentrums Kassel. Den dafür notwendigen Umschlagbahnhof sollte die Deutsche Bahn errichten und betreiben. Dies lies sich nicht realisieren, sodass die Region sich selbst engagieren musste. Im Jahr 2000 gründeten die Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH und die Gemeinden Fuldabrück und Lohfelden die GVZ Projektgesellschaft Kassel mbH. Zweck der Gesellschaft war es, die Planung, den Bau und die Vermietung des Umschlagbahnhofs/Kombiverkehrsterminal zu realisieren. Dies geschah mit Fördermitteln des Bundes in den Jahren 2001 bis 2003. Über sechs Millionen Euro wurden investiert.

Am 1. April 2004 war es dann soweit: nach einer Ausschreibung und den entsprechenden Vertragsverhandlungen übernahm die BTS Kombiverkehr GmbH aus Hamburg als Mieterin das Grundstück mit 23 000 Quadratmetern in Waldau. Die ersten Güterzüge konnten abgewickelt werden und die Container auf die Reise zu den Seehäfen nach Hamburg und Bremerhafen verschickt werden.

Seit dieser Zeit hat sich der Umschlagbahnhof (Ubf) wie das gesamte Güterverkehrszentrum Kassel außerordentlich positiv entwickelt. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Umschlagsleistungen von Containern wurde das Grundstück des Ubf in den Jahren 2010 und 2011 wiederum mit Fördermitteln des Bundes erweitert bis an den Kreisel der Heinrich- Hertz Straße und damit die Abfertigungskapazität um circa zehn Prozent erhöht. Dabei wurden weitere 650 000 Euro investiert. Bereits ab 2012 zeichnet sich ab, dass die Nachfrage nach schienengebundenen Güterverkehren sich in der Region weiter positiv entwickelt und die Abfertigungskapazität erneut an ihre Grenzen stößt. Es werden derzeit acht Fahrten wöchentlich zu den Seehäfen und ab September 2013 fünf Fahrten nach Italien-Verona abgefertigt. Damit ist der Ubf Kassel an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gestoßen und ist sechs Tage in der Woche, vielfach nachts in Betrieb. Derzeit wird gemeinsam mit dem Mieter, der DB Intermodal Services GmbH, die inzwischen das Geschäft von BTS Kombiverkehr übernommen hat, die Anschaffung eines zweiten Krans erwogen, um die gestiegenen Mengen abwickeln zu können.

Nach anfänglich 10 000 bis 15 000 Umschlägen im Jahr werden inzwischen rund 30 000 bis 35 000 Umschläge durchgeführt, perspektivisch sollen es 40 000 werden.

Das Angebot der Gesellschaft führt insgesamt zu einem wichtigen Beitrag im schienengebundenen Güterverkehr in der Wirtschaftsregion Kassel und leistet durch seine Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße und umgekehrt einen wesentlichen Beitrag zu einer Verbesserung der Ökö- und Umweltbilanz in der Region. (nh)

www.gvz-kassel.de

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