Gewerbeparks: Ein Plus der Region Kassel

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Verkehrsgünstig: der Philips-Park in Kassel-Bettenhausen.Conveniently located: Philips-Park in Kassel-Bettenhausen.

Gebäudekomplexe, in denen Rechtsanwälte, Werbeagenturen, Handwerker, Industrieunternehmen, IT-Dienstleister und Co. Tür an Tür arbeiten, sind keine Seltenheit mehr. In Kassel gibt es bereits 23 solcher Gewerbepark-Standorte, in denen zusammen weit mehr als 5000 Mitarbeiter tätig sind.

Die Vorteile solcher Businessparks, die unterschiedlichste Flächen zur Anmietung anbieten, sind vielfältig. Sehr häufig sind an diesen Standorten Firmen mit ähnlichen Interessen ansässig, dadurch bieten sich hervorragende Kontakt- und Synergiemöglichkeiten. Die Infrastrukturen des Gewerbeparks können gemeinsam genutzt und damit eigene Ressourcen geschont werden. „Dies ist nicht nur für Existenzgründer interessant, sondern auch für bestehende mittelständische Unternehmen, die sich so auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können statt sich um die Unterhaltung der Immobilie kümmern zu müssen“, sagt Frank Eckert von der Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH. Zudem besteht bei einem wachsenden Geschäft oft die Möglichkeit, die zusätzlichen Flächen direkt am Standort zu finden, ohne die Firmenadresse wechseln zu müssen. „Zwar sind die Kasseler Gewerbeparks derzeit aufgrund der wirtschaftlichen Dynamik allesamt sehr gut ausgelastet, Spielräume ergeben sich aber immer mal wieder durch Fluktuation“, sagt Eckert. Viele Branchen Die Ausprägung der Gewerbeparks ist dabei sehr unterschiedlich. Im Technologie- und Gründerzentrum FiDT, das nur wenige Gehminuten vom ICE-Bahnhof entfernt ist, liegt der Schwerpunkt beispielsweise auf der Ansiedlung von innovativen Unternehmensgründungen, die man durch eine enge Kooperation mit der Universität Kassel herleitet. Einen bedeutenden Stellenwert nimmt auch der Unternehmenspark Kassel ein, der schon von seiner Fläche her und mit rund 70 angesiedelten Unternehmen einer der größten Gewerbeparks ist. Dank seiner guten Verkehrsanbindung ist er sowohl für kleine Betriebe interessant als auch für Global Player, wie zum Beispiel Volkswagen. Die Nachrichtenmeisterei am Kulturbahnhof Kassel hat sich hingegen zu einem Standort für die Kreativwirtschaft entwickelt, an dem sich Musiker, Autoren, Aktionskünstler und Werbeagenturen wohlfühlen. Der Philips-Park und der benachbarte Hagen-Park der Nibler-Gruppe überzeugen durch die Nähe zur Autobahn und beherbergen unterschiedlichste Unternehmen, Handwerker, Industriefirmen und sogar eine Diskothek – das „A7“. Gebäude neu nutzen Auch die früheren Liegenschaften von Thyssen-Henschel in Mittelfeld und Rothenditmold sind heute florierende Gewerbeparks, in denen sich namhafte Industriebetriebe wie Rheinmetall und Bombardier sowie zahlreiche Dienstleister und Zulieferer befinden. Gewerbeparks sind ja meist dadurch entstanden, dass traditionelle Industrieunternehmen im Rahmen des Strukturwandels ihre Standorte aufgegeben haben und Flächen dadurch frei wurden. Wie die zahlreichen Beispiele in unserer Region zeigen, ist damit aber auch immer eine reelle Chance für neue Nutzungen verbunden, wenn Flächeneigentümer, Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung in enger Partnerschaft zusammenarbeiten und Mut für Investitionen zeigen.

Judith Strecker

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