Die Karriere fest im Blick

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Aufgehender Stern am Cellisten-Himmel: Noémie Klages.

Manchmal hat sie einfach genug vom vielen Üben. Auch wenn Noémie Klages vom Cello-Auftritt in New York träumt. Immer und immer wieder das selbe Stück zu spielen, das kann schon mal ermüden.

Doch Noémie Klages liebt das Cellospiel, zudem weiß sie ganz genau, wofür sie es macht. Sie hat einen Traum, einen großen Traum, nämlich irgendwann einmal als Solo-Cellistin auf der Bühne der legendären Carnegie Hall in New York zu stehen.

Ja, sie stapelt nicht tief, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht. Muss sie auch nicht, hat sie doch schon in ihren jungen Jahren zahlreiche Preise für ihr Talent eingeheimst. Erst kürzlich wieder, als die 13-Jährige beim 50. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ den Sieg für sich verbuchen konnte. „Ich konnte mein Glück kaum fassen, musste erst ein paar Mal auf die Urkunde schauen, um es zu glauben“, sagt die Schülerin der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule, die zusätzlich seit Oktober 2010 an der Detmolder Musikhochschule studiert. Dort am Hochbegabten-Zentrum angenommen, fordert ihr Stundenplan neben Cello- und Klavierunterricht noch viel mehr von ihr: Theorie und Gehörbildung, Chor, Stimmbildung, Improvisation, Alexandertechnik, Kammermusik und Musikergesundheit - Rüstzeug für ein Leben als professionelle Musikerin.

Ein ordentliches Pensum, das ohne die Unterstützung von Mama Virginie Allegret-Klages kaum zu schaffen wäre. Sie chauffiert ihre Tochter nicht nur zu Unterricht und Auftritten, sie ist auch die Organisatorin hinter den Kulissen. „Meine Mutter ist meine Managerin“, sagt Noémie schmunzelnd. „Sie kümmert sich um die Termine und unterstützt mich, wo immer sie kann.“

Das tut sie schon seit vielen Jahren, hat ihre Tochter schließlich bereits mit zwei Jahren die elterliche Geige für sich entdeckt und kurzerhand zum Cello umfunktioniert. „Wir haben ihr Talent sehr früh erkannt und gefördert, haben viel gesungen und getanzt“, sagt die stolze Mutter, die selbst ausgebildete Musikerin und Lehrerin an der Musikschule Wolfhager Land ist.

An der belegte Noémie ihren ersten Kurs, als sie vier Jahre alt ist. Anfangs nach der Suzuki-Methode noch eher spielerisch, mit der Zeit immer professioneller und leidenschaftlicher. „Ich habe aber auch mit Puppen gespielt“, sagt sie und fügt hinzu: „Meistens habe ich sie in eine Reihe gesetzt und für sie musiziert.“

Früh übt sich eben, wer ein Meister werden will, das weiß Noémie Klages ganz genau und spielt deshalb auch immer fleißig weiter, schließlich weiß sie, dass ihr die Siege bei Wettbewerben nicht nur beim Erreichen ihrer Ziele helfen, sondern ihr auch gut tun.

Als Wunderkind bezeichnet zu werden, erzeuge manchmal auch Druck. Selbst würde sie sich nie so bezeichnen, es sei nämlich kein Wunder, dass sie erfolgreich ist, dahinter stecke eine gute Portion Durchhaltevermögen und Disziplin. Die wird sie auch in Zukunft begleiten, vielleicht sogar bis auf die Bühne der legendären Carnegie Hall. SASCHA HOFFMANN

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