Präwema: Arbeiten am Rad der Zeit

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Gewusst wie: Jörg Rexin richtet das Ein- und Auslaufband an einer Maschine für Werkstücke ein.

Die Präzisionswerkzeugmaschinen Antriebstechnik GmbH, kurz Präwema, hat ihren Schwerpunkt im Sondermaschinenbau für die Zahnradbearbeitung in der Automobilen Getriebefertigung.

Das Unternehmen hat sich nicht nur am Markt etabliert, sondern es durch konsequente Weiterentwicklung der Maschinen und exzellent geschulte Mitarbeiter geschafft, dass der Betrieb als Marktführer Maschinen und Fertigungsteile herstellt und weltweit vertreibt.

Das Unternehmen gehört der DVS-Gruppe (Drehen, Verzahnen, Schleifen) an, die verschiedene Werkzeugmaschinenhersteller vereint. Vor allem was die Hartbearbeitung von Zahnrädern angeht, ist das Unternehmen in Teilbereichen Technologieführer. Die jüngste Entwicklung des Unternehmens ist eine Maschine zur Herstellung von Zahnrädern bis zu einem Durchmesser von zwei Metern, wie sie beispielsweise in Windkraftanlagen zum Einsatz kommen. Hier gibt es nichts von der Stange: Für jeden Kunden werden individuelle Lösungen umgesetzt. Ganze Fertigungsstraßen, vor allem für die Automobilbranche, können im Verbund der DVS-Gruppe angeboten werden. Ein ganz wichtiges Markenzeichen der Präwema-Maschinen besteht im Unterbau, denn der ist aus Granit. „Die besten Werkstoffe finden sich meist in der Natur“, sagt Mitarbeiter Mario Fischer. Der natürliche Stein ist leichter als die sonst verwendete Stahlkonstruktion und kann die Schwingungen besser absorbieren, daher laufen die Maschinen wesentlich ruhiger. Genau diese Präzision ist wichtig, denn mit dieser ist Präwema der Konkurrenz ständig einen Schritt voraus.

Triebfeder: Innovation

Innovationskraft ist eine Triebfeder der Eschweger Firma. Für die Automobilindustrie werden Präzisionswerkzeugmaschinen entwickelt, die deren Fertigungsprozesse optimieren. Hierzu werden stetig die neusten Technologien und Erkenntnisse im Werkzeugmaschinenbau eingesetzt. Hierfür hat der Konzern ein Technologie- und Entwicklungszentrum in Eschwege errichtet, dass anlässlich des 100-jährigen Bestehens im Jahr 2008 eröffnet wurde „Wir wollen unseren Vorsprung erhalten“, erklärt Marc Müller, Assistent der Geschäftsführung, stolz und kündigt auch für die Zukunft weitere Investitionen am Standort an. Ein weiterer Schritt um der weltweiten Konkurrenz immer eine Nasenlänge voraus zu sein. Geschäftsführer Jörg Schieke lebte im Dezember 2008 diesen Innovationsgedanken vor. Auf einer Papierserviette entstand die Idee eine Maschine zu entwerfen, die größere, bereits erwähnte Zahnräder bearbeiten könne. In Rekordzeit entstand aus der einfachen Zeichnung ein Konzept, für das bereits im Oktober 2009, anlässlich der EMO in Mailand, eine funktionstüchtige Maschine dem Fachpublikum vorgestellt werden konnte.

65 Auszubildende pro Jahr

Ein weiterer Grundstein für den Erfolg ist die überbetrieblich ausbildende Berufsausbildung. Im Schnitt durchlaufen etwa 65 Auszubildende im Jahr den Betrieb. Im Einzugsgebiet der Präwema gibt es sehr spezifisch produzierende Unternehmen, die aufgrund ihrer Fertigungsprozesse nicht alle Anforderungen an das jeweilige Berufsbild lehren können. Diese Azubis haben die Möglichkeit bei Präwema ihr Wissen und die entsprechenden Fähigkeiten zu erlangen. Die Präwema ist hierbei über die Grenzen hinaus für eine fundamentierte und hoch qualifizierte Ausbildung bekannt, sodass die Absolventen in der Regel keine Schwierigkeiten haben eine Anstellung zu finden. Das Ausbildungsspektrum reicht vom Industriemechaniker bis zum Mechatroniker.

Die Innovation des Unternehmens steckt allein im Produkt. Weltweit gibt es nur eine handvoll Mitstreiter und jedem ist klar, dass sich das Endprodukt nicht revolutionär verändern lässt. Aber am Prozess kann man feilen. „Für unsere Kunden versuchen wir immer das Letzte aus unseren Maschinen herauszuholen“, verspricht Müller. (zge)

Visitenkarte

Leistungsüberblick

Das Kerngeschäft der Firma liegt im Produzieren von Verzahnungs-, Drehen, Anspitz- und Honmaschinen. Auf modernsten CNC-Fräs- und Drehmaschinen fertigt Präwema komplexe Einzelteile, Großserien bis hin zu Baugruppen an.

Märkte

Als führender Hersteller von Verzahnungstechnik hat sich Präwema als zuverlässiger Partner der Industrie etabliert. In der Automobilindustrie, dem Getriebebau sowie dem Windkraft- und Energiemarkt hat sich Präwema einen Namen gemacht.

Chronologie

1908 wurde das Unternehmen in Berlin gegründet. Damals konzentrierte man sich auf die Herstellung von Drehmaschinen. Im Laufe des zweiten Weltkriegs siedelte die Firma nach Eschwege um. 1972 zog man ins Gewerbegebiet Hessenring und entwickelte sich stetig weiter.

Kontakt

Präwema Antriebstechnik GmbH Hessenring 4
37269 Eschwege
Telefon: 0 56 51 / 80 08 0 www.praewema.de

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