Mustergeflügelhof Leonhard Häde

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Eigene Nudelproduktion: Aus den Eiern des Mustergeflügelhofes und weiteren hochwertigen Zutaten aus der Region werden rund dreißig Sorten Frisch-Ei-Nudeln hergestellt.

Der Mustergeflügelhof Leonhard Häde hat sich seit den 70er-Jahren der Erzeugung von Bio-Eiern verschrieben. Damit gehörte der Alheimer Betrieb zu den Pionieren. Seit dem Jahr 2005 werden sie unter dem Namen Sonnenei vermarktet. Denn der Geflügelhof ist mit Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Bio-Strom ausgestattet. Auch damit hat der Betrieb eine Vorreiterrolle eingenommen.

Viele Verbraucher stellen sich die Frage „Welche Eier soll ich nehmen?“, wenn sie im Supermarkt vor dem Regal stehen. Eier aus Bodenhaltung, Freilandeier oder gar Bio-Eier? Die Entscheidung ist für viele eine Frage des Preises, für andere eine Frage des Geschmacks. Bio-Eier sind zwar teurer als andere Eier, sie sind jedoch auch von bester, wohlschmeckender Qualität. Doch warum ist das so?

Ein Blick auf den Mustergeflügelhof Leonhard Häde gibt Antworten auf diese Frage. Dort weiß man schon seit dem Jahr 1975, lange bevor der Bio-Boom begann, um die hohe Qualität von Bio-Eiern und was man als Erzeuger dafür tun muss. Bio-Eier stammen von Hühnern, die mit hochwertigen Bio-Futtermitteln und frischem Wasser gefüttert werden. Der Mustergeflügelhof setzt seit den 70er-Jahren auf ein besonderes Futter mit ausgewählten Zutaten wie Weizen, Mais und Soja – ohne leistungsfördernde, künstliche Zusätze oder gentechnisch veränderte Zutaten. „Das macht die Eier sehr geschmackvoll und das wissen unsere Kunden zu schätzen“, sagt Leonhard Häde, der den Betrieb gemeinsam mit seinem Bruder Thomas leitet.

Auch die Aufzucht, die Stalleinrichtung und eine tiergerechte Haltung machen Hühner zu Bio-Hühnern. Schaut man sich auf dem Mustergeflügelhof um, weiß man, was damit gemeint ist: Sie haben freien Auslauf im Stall und im Freien. Sie könne Frischluft und Tageslicht genießen. Sie haben ausreichend Platz zum Scharren, Picken und Staubbaden. Und ein ruhiger und gemütlicher Rückzugsort für die Eiablage ist für sie selbstverständlich. Es sind glückliche Hühner, und das schmeckt man auch an ihren Eiern. „Die Hühner sollen möglichst artgerecht gehalten werden. Hühner aus Bio-Haltung haben erheblich mehr Platz zur Verfügung wie konventionelle Hühner“, erklärt Leonhard Häde.

Bio-Eier für Reformhäuser

Leonhard und Thomas Häde sind dankbar dafür, dass ihr Vater Albert vor mehr als dreißig Jahren mit der Erzeugung von Bio-Eiern begonnen hat. Sie sind bis heute das erfolgreichste und wichtigste Produkt des Unternehmens. Im Jahr 1975 waren die Bio-Eier erst einmal ein Glücksfall für den Familienbetrieb. „Es waren damals keine einfachen Zeiten, sodass wir sehr froh waren, als Horst Heirler uns fragte, ob wir bereit wären, Bio-Eier für Reformhäuser zu produzieren“, erinnert sich Leonhard Häde. Horst Heirler war der erste Lieferant von Bio-Milch und Bio-Milchprodukten für Reformhäuser und wollte nun mit Bio-Eiern nachziehen.

„Ein besonderes Futter, ohne tierisches Eiweiß, dafür unter anderem mit Molkepulver und Grünmehl, sorgten für einen unvergleichlichen Geschmack, der sich schnell herumsprach“, erzählt Leonhard Häde weiter. So war es keine Frage, dass aus dem Glücksfall eine Erfolgsgeschichte wurde. Die Nachfrage nach den Bio-Eiern stieg stetig, sodass nach und nach alle Ställe auf dem Mustergeflügelhof auf diese alternative Produktionsweise umgestellt wurden.

35 000 Legehennen haben heute ihre Heimat auf dem Mustergeflügelhof. Elf Mitarbeiter sorgen mit der Familie Häde auf dem Hof für das Wohlergehen der Tiere. Dazu gehört auch die eigene Aufzucht der Küken bis zu legereifen Junghennen. Seit dem Jahr 2000 gibt es einen modernen Aufzuchtstall, der mit Fernwärme aus der nahe gelegenen Biogasanlage versorgt wird. „Damit haben wir eine bessere Tierqualität. Die Junghennen wachsen mit der betriebseigenen Keimflora auf und sind dadurch gesünder und robuster. Beim Umstallen in den Legestall fallen lange Transportwege weg und die Hennen leben sich schneller ein", erklärt Leonhard Häde diesen Schritt, und ergänzt: „Vom Küken zum Ei – dieses Kette findet man nicht so häufig.“

Gallus-Preis 2008 erhalten

Doch nicht nur dadurch hebt sich der Mustergeflügelhof von anderen ab. Im Jahr 2005 wurde ein weiterer Bio-Legehennenstall gebaut. Das Besondere: Auf dem Stalldach und auf der Auslauffläche wird Solarstrom erzeugt. Sechzig Schutzdächer, ausgestattet mit nachgeführten Photovoltaikanlagen, dienen auf dem Freigelände sowohl Hühnern als Schutz vor Witterung und Feinden aus der Luft als auch zur alternativen Stromerzeugung.

Für diese Innovative Idee der doppelten Nutzung landwirtschaftlicher Fläche, sowohl zur Erzeugung von Öko-Strom als auch von Öko-Eiern, erhielt der Mustergeflügelhof im Jahr 2008 den Gallus-Preis in der Kategorie "Ökologische Hühnerhaltung".

"Sonnenei" wird zum neuen Markennamen

Mit den Photovoltaikanlagen hat auch der heutige Markenname Einzug gehalten. Familie Häde vermarktet seitdem all ihre Produkte unter dem Namen Sonnenei. Neben Bio-Eiern findet man beispielsweise auch leckeren Eierlikör und Frisch-Ei-Nudeln aus eigener Herstellung. „Wir wollen uns damit von den Massenprodukten abheben“, sagt Leonhard Häde. Ein besonderes Produkt sind individuell bedruckte, gefärbte und gekochte Eier mit Firmenlogos, die vor allem zur Osterzeit gern von den unterschiedlichsten Firmen in Auftrag gegeben werden. Neu ist die Vermarktung des zarten Bio-Hühnerfleischs, dafür wird zurzeit ein Konzept erarbeitet.

Die regionale Verwurzelung des Betriebes ist überall zu spüren. „Aus der Region für die Region“ lautet die Philosophie. Deshalb konzentriert sich die Produktion und der Vertrieb der Sonnenei-Produkte auf Hessen. „Kurze Wege sorgen für frische Produkte, der Vertrieb ist umweltfreundlich und Arbeitsplätze bleiben in der Region erhalten“, sagt Leonhard Häde. (hko)

Visitenkarte

Leistungsüberblick

Zu den Sonnenei-Produkten gehören:
- Bio-Eier aus Ökohaltung
- Eier aus Bodenhaltung
- Eier aus Freilandhaltung
- Bunte Eier
- Bedruckte Eier
- Frisch-Ei-Nudeln
- Eierlikör
- Junghennen und Bio-Suppenhühner
Mit rund neun Millionen Eiern, die jährlich unter ökologischen Bedingungen erzeugt werden, zählt der Mustergeflügelhof zu den größten Bio-Ei-Produzenten in Hessen.

Märkte

Die Sonnenei-Produkte sind in vielen hessicschen Edeka Neukauf- und Edeka Herkules-Verbrauchermärkten der Edeka-Handelsgruppe Melsungen zu finden, darüber hinaus im eigenen Hofladen in Alheim-Heinebach, an einem Verkaufswagen, auf dem Wochenmarkt in Rotenburg/Fulda und in der Markthalle Kassel. Darüber hinaus werden auch Hotels und Gastronomien beliefert.

Chronologie

Die Ursprünge des Familienunternehmens gehen auf das Jahr 1927 zurück, als Leonhard Häde Senior mit einer kleinen Brutmaschine die ersten 150 Eier ausbrütete. Von Jahr zu Jahr vergrößerte sich der Betrieb und man spezialisierte sich auf die Hennenzucht. Aufgrund der großen Erfolge erhielt der Betrieb im Jahr 1931 durch die Landwirtschaftskammer in Kassel die Bezeichnung „Mustergeflügelhof”. Noch bevor der eigentliche Bio-Boom begann, war Häde der erste Geflügelhof, der Mitte der 70er-Jahre mit einem außergewöhnlichen Futter Bio-Eier für Reformhäuser erzeugte. Heute leiten die Söhne Leonhard und Thomas Häde den Betrieb in dritter Generation.

Kontakt

Mustergeflügelhof Leonhard Häde
Geschäftsführer: Leonhard und Thomas Häde
Zum Strebelsberg 2
36211 Alheim-Heinebach
Telefon: 0 56 64 / 93 09 30 Fax: 0 56 64 / 93 09 31
E-Mail: info@sonnenei.de Internet: www.sonnenei.de 

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