VW-Werksleiter Falko Rudolph gibt gleich Vollgas

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Leitet seit 1. Mai 2014 das Volkswagen Werk in Baunatal: Falko Rudolph.

Seit Mai arbeitet sich der neue Kasseler Volkswagen-Werkleiter Falko Rudolph in die Aufgaben der Gießerei, des Getriebebaus sowie der Karosseriefertigung ein. Und das mit Vollgas.

„Allein die Größe des Werks ist nicht die Herausforderung, sondern die Vielzahl der Themen.“ Vom Schmieden, Gießen, Warmumformen, Härten, Fertigen von Abgasanlagen bis hin zum Herstellen von Elektromotoren ist am Standort Kassel alles vorhanden. Viele Projekte habe sein Vorgänger Prof. Dr. Hans-Helmut Becker auf den Weg gebracht: „Wir müssen nun die versprochenen Produkte auf die Straße bringen.“ Das sind nicht wenige: den E-Antrieb voranbringen, den Nachfolger des ersten Direktschaltgetriebes (DSG) auf den Weg bringen, neue Produkte aus dem Karosseriebau liefern. „Hochachtung und Respekt“ habe er vor dem, was Becker in den acht Jahren vorgelegt habe. „Wir werden nie der günstigste Standort sein, aber wir wollen die Führerschaft in Sachen Innovation, Qualität und Produktivität behalten.“ Für das Werk dürfte es von Vorteil sein, dass am Standort Entwicklung und Produktion Hand in Hand gehen. Es wird nicht nur an Produkten getüftelt, sondern auch an Fertigungsabläufen. In der Entwicklung setzt der Werkleiter auf „den Schulterschluss mit Wolfsburg“ und baut auf Kontakte zur Universität Kassel und zu anderen Instituten. Rudolph hat Maschinenbau in Magdeburg studiert, Schwerpunkt Antriebstechnik. Schiffsmotoren haben ihn begeistert, zur See wollte er fahren, doch dann kam die Wende, er lernte seine Frau kennen und startete bei Volkswagen als Entwicklungsingenieur in Wolfsburg. Rudolph zählt zu den Vätern des Direktschaltgetriebes. 2003 führte VW es in Serie ein. In dieser Zeit war er oft in Baunatal – Getriebe sind für ihn kein Neuland: „Das ist wie Radfahren, das verlernt man nicht.“ Die Nähe zum Produkt ist Rudolph wichtig. Dafür wechselt er oft die Dienstfahrzeuge, um Getriebe-Varianten zu testen. Er lässt sich auch schon mal ein reklamiertes DSG einbauen, um zu verstehen, warum der Kunde unzufrieden ist. „Denn nur zufriedene Kunden, die sich für unsere Fahrzeuge begeistern, sichern den Standort“, sagt Rudolph.

nh

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