Angst vor Förderkürzungen

Ölpreise steigen auf 18-Monats-Hoch

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Ölförderung auf einer Bohrinsel vor Mexiko. Der Ölpreis steigt weiter. Foto: Pemex/dpa

Das Ölkartell Opec hat eine Begrenzung seiner Fördermenge angekündigt - das treibt die Preise stark an. Doch Experten sind skeptisch, ob die Verständigung zwischen der Organisation und Nicht-Opec-Mitgliedern Bestand haben wird.

New York/London (dpa) - Zum Start ins neue Handelsjahr haben die Ölpreise deutlich zugelegt und die höchsten Werte seit anderthalb Jahren erreicht. Experten begründeten den Preissprung mit der Ankündigung des Ölkartells Opec, seine Fördermenge zu begrenzen.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März stieg vorübergehend bis auf 58,37 US-Dollar. Das waren 1,55 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Freitag, den 30. Dezember 2016. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar stieg um 1,21 Dollar auf 54,93 Dollar. Am Vormittag hatte der Preis für US-Öl bei 55,24 Dollar zeitweise den höchsten Stand seit Juli 2015 erreicht.

Nachdem wichtige Rohstoffbörsen am Montag wegen des Jahreswechsels noch geschlossen waren, beginnt das Handelsjahr am Ölmarkt etwas verspätet.

"Der Glaube an Produktionskürzungen der Opec und einiger Nicht-Opec-Staaten kann offenbar Berge versetzen", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank den starken Jahresauftakt am Ölmarkt. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hatte gemeinsam mit anderen Förderländern zu Beginn des Jahres eine Produktionskürzung angekündigt, die auf sechs Monate begrenzt ist.

Zu den Staaten, die sich auf eine Förderkürzung verständigt hatten, zählt auch Russland. Mit Blick auf jüngste Daten aus Russland zeigten sich die Commerzbank-Experten aber skeptisch, ob die geringere Fördermenge tatsächlich umgesetzt wird.

"Der Glaube an eine Produktionskürzung wird momentan einer harten Probe unterzogen", hieß es. So habe Russland noch im Dezember die Rekordmenge von 11,21 Millionen Barrel produziert.

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